So bekommen Sie Speck und Sport unter einen Hut

Körperliche Ertüchtigung und sinnvolle sportliche Aktivitäten gelten als die idealen Partner jeder gesunden Reduktionsdiät. Allerdings müssen die Übungen, mit denen man seinem Übergewicht zu Leibe rücken will, in sportphysiologisch sinnvoller und individuell maßgeschneiderter Weise zusammengestellt werden, damit der Organismus wirklich unbeschadet davon profitieren kann. Das ist gerade bei massiven Gewichtsproblemen so eine Sache. Denn wer sich zum Beispiel mit einem BMI um die 30 abschleppt, und Leibesübungen nicht mehr gewohnt ist, der kann nicht mal so eben ein Lauftraining anfangen. Und er sollte es auch gar nicht. Denn seine geschundenen und gequälten Gelenke würden ihm dann sehr schnell deutlich machen, wann Sport zu Mord mutieren könnte. Somit stellt sich die Frage: Welche Sportarten sind für pfundige Menschen auf dem Weg zum Wunschgewicht zu empfehlen? Und warum?

Knackpunkt Gelenke

Bei beleibten Menschen haben die großen Gelenke buchstäblich sehr schwer zu tragen. Da macht sich jeder Schritt und jede Treppenstufe sofort schmerzlich in den Sprunggelenken, in den Knien und in den Hüftgelenken bemerkbar. Dazu kommt, dass die meisten Schwergewichte bereits eine Fehlstellung der Beine entwickelt haben, die man umgangssprachlich als „X-Beine“ bezeichnet, und die die Knie zusätzlich zum ungesunden Einlenken zwingt. Aus diesem Grund sind für Miss Molly und Mister Big sämtliche Sportarten absolut tabu, die den Gelenken noch zusätzliche Belastungen aufbürden würden. Dazu zählen sämtliche Spielarten des Laufens sowie alle Sportarten, die mit schnellen und belastenden Bewegungen einhergehen, wie zum Beispiel Fußball oder Tennis. Bestens geeignet sind dagegen alle Formen der Ertüchtigung, die die Schwerkraft auf die eine oder andere Weise austricksen. Das kann der Auftrieb des Wassers sein, der auch den wohlbeleibtesten Menschen schwerelos dahinschweben lässt. Darum sind Schwimmen und Wassergymnastik immer ein spritzig gesunder Bewegungstipp. Aber auch Radfahren und Rudern sind zu empfehlen, da das Körpergewicht des Sportlers dabei komplett vom Sportgerät getragen wird, und die Gelenke darum mit schonender Leichtigkeit bewegt werden können.

Drinnen oder draußen?

Sonnenschein am blauen Himmel und freundlich milde Temperaturen laden grundsätzlich zum Sporteln in der freien Natur ein. Doch leider ist Petrus den Freizeitaktivisten nicht immer gleich bleibend wohl gesonnen. Außerdem haben viele dicke Menschen eine nur allzu verständliche Scheu davor, sich in Trainingsbekleidung den abschätzigen und hämischen Blicken der Öffentlichkeit darzubieten. Darum stehen hochwertige Heimtrainer beim gesunden Bestreben nach mehr Bewegung hoch im Kurs. Allerdings sollten das Heimfahrrad oder der Ruderapparat nicht in finsteren Kellern ungenutzt vor sich hinrosten, sondern in schönster Präsenz an einem freundlichen und einladenden Ort innerhalb der eigenen vier Wände attraktiv zum regelmäßigen Gebrauch einladen. Wenn der Blick des emsig Trainierenden dann noch auf ein schönes Bild, eine tolle Aussicht oder eine anspornende Videoleinwand gerichtet werden kann, macht das Schwitzen und Strampeln gleich doppelt so viel Spaß. Manche Sportler schätzen es auch, sich von ihrer Lieblingsmusik oder von einem Hörbuch begleiten zu lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich die Trainingseinheiten mental zu versüßen, dass faule Ausreden ab sofort nicht mehr gelten.

Wer sich nicht sicher ist, welche Sportform den individuellen Kampf gegen die Kilos am effektivsten unterstützen könnte, findet bei Rüdiger Hopf ebenso wertvolle wie fachkundige Anregungen.

Webtipps zum Thema:

Dr. med. Frank Sonntag: Sport bei Übergewicht – Worauf muss man achten?

Prof. Dr. med. Rüdiger Hopf: Trainings-Tipps für zu Hause – Wären Sie gerne sportlicher?

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