Tischfussball – mehr als nur ein Kneipensport

2008 – Jahr der Fussballeuropameisterschaften. Nicht nur auf dem Rasen im Stadion, sondern auch auf dem Kickertisch wird dieses Jahr die Fussballeuropameisterschaft ausgetragen. Doch was ist Tischfussball eigentlich? Und warum wird es auch Kickern genannt?

Letztere Frage ist einfach zu beantworten: Die Firma Kicker war eine der ersten Unternehmen, die Equipment zum Tischfussballspielen auf den Markt brachte und diese Produkte waren so beliebt, dass sich der Name Kickern oder auch der Kickertisch etablierten.

Tischfussball wird auf einem Kickertisch gespielt, einem Tisch mit 8 Stangen, auf denen Figuren befestigt sind. Jede Mannschaft verfügt über eine 3-er Torwartreihe, deren zwei andere Spieler die Bälle aus den Ecken holen sollen, einer 2-er Reihe mit den beiden Defensivspielern, der mittelren Reihe mit 5 Spielen und der 3-er Reihe im gegnerischen Feld mit 3 Angriffsspielern. Ziel ist es, den Ball möglichst schnell und geschickt ins gegnerische Tor zu schießen. Die Regeln des Kneipen-Tischfussballs sind relativ einfach: die Figuren sollten sich nicht überschlagen, da dies nicht gern gesehen wird und der Einwurf, wenn der Ball mal vom Tisch springt, wird auf die Mittelreihe gespielt, die das letzte Tor erhalten hat. Da beim Kneipen-Tischfussball meist 11 Bälle zu Verfügung stehen, hat der gewonnen, der zuerst 6 Tore erzielt hat, während im Profisport 3 Gewinnsätze gespielt werden.

Während die meisten Hobbykicker aus dem Handgelenk spielen, beherrschen die Profis mehrere Techniken, um den Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Man lässt den Griff an der Hand abrollen oder benutzt gar den ganzen Unterarm um zu passen, den Gegner zu täuschen und schließlich ein Tor zu erzielen.

Wer Kickern nicht nur als Kneipensport betreiben will und trainieren möchte, kann dies unter anderem in einem der Vereine des DTFB, der Deutschen Tischfussballverbandes tun, bei dem auch die deutsche Nationalmannschaft, der Vizeweltmeister, organisiert ist.

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