Tee – für Kenner und Geniesser

Wenn die Wärme auf sich warten lässt, verkrümeln wir uns mit einer heißen Tasse Tee vor dem Kamin und denken an angenehmere Zeiten die hoffentlich bald eintreten. Nun kann der Freund der Cholerik sich seiner Wut über das unzufriedenstellende Wetter widmen oder er schon das angeschlagene Nervenkostüm und lernt hin zu nehmen was er ohnehin nicht ändern kann. Im Grunde gibt es doch viel zu viele Dinge die wie wir als Aufhänger für den ein oder anderen Wutausbruch nehmen wobei wir es auch einfach lassen könnten.

Das Wetter hat schon unseren Vorfahren hin und wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und zwar deswegen weil es unsere Möglichkeiten des aktiven Eingreifens einfach übersteigt. Wenn es kalt ist dann ist das eben so und man sollte sich lieber einen Tee kochen anstatt murrend in der Wohnung auf und ab zu laufen und ein feuriges Selbstgespräch mit Petrus zu führen; Kälte geht nicht weg wenn man sie anschreit sondern man lernt sie zu ertragen wenn man sich einen schmackhaften Tee kocht und sich mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa einmummelt.

Der Sommer kommt irgendwann bestimmt und dann kann man die Abende wieder im Park oder im Garten beim Grillen verbringen und sich über die sommerlichen Düfte freuen. Dann duftet alles nach Sonnenmilch und Grillfleisch und man setzt ein gekühltes Eis vor das Wörtchen Tee und erfrischt damit hin und wieder die trockene Kehle. Am besten ist es wohl wenn man lernt sich mit solchen Gegebenheiten wie den Jahreszeiten abzufinden und versucht überall auch das Positive zu sehen anstatt sich immer nur an den lästigen Nebensächlichkeiten aufzuhängen und zum Motzkönig zu mutieren.

Auch für das soziale Umfeld ist es förderlich wenn man sich allem gegenüber positiv gibt und lieber gute Laune verbreitet als schlechte. Wenn es warm ist aber wir hätten lieber schon Winter dann fangen wir eben etwas früher mit den Weihnachtsvorbereitungen an und wenn es zu kalt ist dann testen wir einfach jeden Tag ein neues Sörtchen Tee. Das komplette Leben besteht aus Geduldstests und Aufregern aber wenn man das alles zu ernst nimmt fängt man sich höchstens eine Migräne ein. Dann kann auch der beste Tee der Welt nicht mehr helfen.

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