Das fachgerechte Aufsetzen von Brennholz im Wald

Nach dem der Baum gefällt und entastet wurde, beginnt man mit dem Maßband oder einen Ablängmeßstab – auch Reißmeter – genannt den Stamm auszulängen. Nach abtrennen des Nutzholzes wird aus dem Kronenbereich und den nicht verwertbaren Stammbereich, Brennholz in ein Meter Länge gewonnen.

Das Aufsetzen des Sters, er wird in Raummeter angegeben (1 Raummeter entspricht ca. 0,7 – 0,8 Festmeter), geht wie folgt von sich. Nach dem Einrammen eines Holzpfahles im Erdbereich, der eine Länge von ca. 1,30 besitzen sollte, legt man den Reißmeter (Werkzeuglänge 1 Meter) am unteren Endes des Pfahls an. Der zweite Pfahl wird nun am anderen Ende des Reißmeters eingerammt, so dass zwischen beiden Pfählen ein Abstand von 1 Meter entsteht.

Ein Draht, der etwa eine Länge von 1,40 m haben sollte, wird am oberen Ende des Pfahles fest angezogen. Der Ablängmeßstab wird nun zwischen den Pfählen quergespreizt. Man drückt mit dem Körpergewicht gegen die Pfähle und befestigt ebenfalls den Draht stramm am oberen Ende des anderen Pfahles. Das Brennholz bzw. der Ster sollte zum Zeitpunkt des Aufsetzens ein Übermaß von 4 % besitzen – also eine Gesamthöhe von 1.04 Meter erlangen. Unter der Maßeinheit Ster oder Raummeter versteht man geschichtetes Scheitholz, dass unter Einschluß von Hohlräumen einen Kubikmeter füllt.

Um also unnötige Hohlräume zu vermeiden, sollte beim Aufsetzen von Brennholz darauf geachtet werden, dass die gespaltenen Stücke mit der flachen Seite nach unten zu liegen kommen. In ca. ¾ der Höhe des Sters sollte ein Rundling hervorschauen, da hierauf bei der Brennholzaufnahme die Nummer des Sters angeschlagen wird und somit auch der Käufer sein Brennholz leichter findet.

Artikel Bewertung

Ähnliche Beiträge zum Thema