Kategorie: Kultur & Religion
Genitalverstümmelung: So wird ein Leben ruiniert
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
In einigen Regionen der Erde gehört die so genannte „Beschneidung“ der Frau noch heute zu den gängigen Ritualen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen kleinen Eingriff, sondern um regelrechte Genitalverstümmelung. Unter den Folgen leiden die Frauen den Rest ihres Lebens.
Grausame „Beschneidung“
Die weibliche „Beschneidung“ gehört heute in vielen Glaubensgemeinschaften immer noch zu einem wichtigen Ritual. Es handelt sich jedoch um eine höchst blutige Angelegenheit, in der Regel werden bei der so genannten Beschneidung die Klitoris und die kleinen Schamlippen komplett entfernt. Hierbei wird also nicht nur beschnitten, sondern im wahrsten Wortsinn verstümmelt. Zudem wird hier die wohl sensibelste Körperregion der Frau überhaupt misshandelt – an den Folgen leidet die betroffene Person ein Leben lang.
Wer überlebt, leidet!
Die „Beschneidungen“ werden in der Regel ohne jede Betäubung und unter unhygienischen Bedingungen durchgeführt. Infektionen im Anschluss sind daher keine Seltenheit. Nicht einmal chirurgisches Besteck kommt zum Einsatz. Die Mittel der Wahl sind Messer, Rasierklingen oder sogar Glasscherben. Durch eben diesen rücksichtslosen Eingriff verbluten viele der jungen Frauen schon während der „Beschneidung“.
Die Frauen, die den Eingriff überleben, sind lebenslang eingeschränkt. Sie haben permanent Schmerzen beim Wasserlassen und auch während der Menstruation. Jeder Geschlechtsverkehr ist automatisch mit Schmerz verbunden. Ein besonderes Risiko stellt außerdem eine Geburt dar. Viele Schwangere sterben aufgrund ihrer Verstümmelung während der Niederkunft.
Lebenslange Qualen und Demütigungen
Der Ehemann selbst nimmt die „Beschneidung“ vor. Mit einem Messer hantiert er an seiner Frau herum, entfernt Schamlippen und Klitoris und zerstört in diesem Schritt auch innere Bereiche der Vagina. Nach dem „Ritual“ wird die Vagina zugenäht, lediglich eine kleine Öffnung bleibt zurück, damit Urin und die Regelblutung austreten können. Die Öffnung ist allerdings so klein, dass Wasserlassen nur mit großen Pressanstrengungen möglich ist. Die Folge sind regelmäßige Harnwegsinfektionen oder Erkrankungen der Nieren.
Problematisch wird vor allem eine Geburt. Durch die viel zu kleine Öffnung kann diese nicht stattfinden, die Frau wird daher unmittelbar vor der Niederkunft aufgeschnitten. Kurze Zeit nach der Geburt muss sie die nächste Folter über sich ergehen lassen, da dann die Vagina erneut zugenäht wird.
Auch Frauen in Europa betroffen
In Europa gilt diese „Beschneidung“ schon lange als Verletzung der Menschenrechte. Und dennoch sind auch in unseren Regionen tausende junger Mädchen akut von diesem Eingriff betroffen. Oftmals schon im Kindesalter wird mehr oder weniger geheim dieses Ritual auch im deutschsprachigen Raum durchgeführt.
Überall auf der Welt gilt diese Form der Folter als etwas ganz Besonderes, wohlgemerkt im positiven Sinne. Wo der positive Aspekt letzten Endes liegen soll, kann der gesunde Menschenverstand wohl kaum erfassen.
Fazit
Gegen derartige Rituale im außereuropäischen Raum kann der Einzelne kaum etwas ausrichten. Innerhalb Europas gilt die „Beschneidung“ jedoch als Verletzung des Menschrechts und als schwere Körperverletzung. Hinweise auf eine mögliche Beschneidung sollten daher den Behörden gemeldet werden.
Weihnachten in Korea
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
Kaum zu glauben, aber wahr. Korea ist das einzige asiatische Land, welches Weihnachten (hier der 25. Dezember) zum gesetzlichen Feiertag erklärte und das, obwohl sich nur 30% der Einwohner zum Christentum bekennen und seine Verbreitung erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts stattfand.
Der Stellenwert selber ist nicht sehr hoch
Der 25. Dezember ist zwar ein roter Tag in jedem koreanischen Kalender, die Schulen haben frei und gearbeitet wird kaum – mit Ausnahme von Restaurants, Dienstleister und Kaufhäuser. Diese haben den ganzen Tag geöffnet und die Inhaber machen einen überdurchschnittlich guten Umsatz. Dennoch sieht man hier, dass Weihnachten keinen so hohen Stellenwert besitzt wie z.B. das koreanische Neujahr, denn hier haben beinah alle Betriebe geschlossen. Nichtsdestotrotz hat Weihnachten in Korea Einzug gehalten und oft bezeichnet man das Weihnachtsfest als „Christmas“. Die koreanischen Christen nennen es allerdings „Gidok-Tansinil“ (Der Geburtstag des Christentums).
Der Westen prägt die koreanische Weihnacht
Dank der immer mehr wachsenden westlichen Einflüsse auf Korea lehnt sich die Weihnachtsdekoration vor allen an die amerikanische Weihnacht an. Als Weihnachtsmann verkleidete Kellner, Bardamen mit Rentiergeweihen auf dem Kopf und „Santa Harabeoji (Santa Claus)“ machen die koreanische Weihnacht zu einer unverkennbaren Mischung. Im Radio laufen klassische westliche Weihnachtslieder, natürlich in der modernen koreanischen Form oder als verpoppte Technomusik und berieseln nicht nur die Einheimischen, sondern auch jeden Gast und Touristen.
Weihnachtsfeiern in Restaurants
Vor allem große Restaurants sind Trendsetter: Denn kurz vor Heilig Abend wird es richtig gemütlich bei den koreanischen Weihnachtsfeiern. Der „Nussknacker“ steht hier genauso auf dem Programm, wie „A Christmas Carol“ oder die „Wiener Sängerknaben“. Fast fühlt man sich heimisch und das in einer Welt, welche der westlichen so fremd ist. Romantisch schön ist ein Essen im besten Restaurant der Stadt und gerade am 24. Dezember lassen sich die Koreaner von der westlichen Weihnachtstradition nach allen Sinnen der Kunst verführen und verwöhnen.
Ab zur traditionellen Christmette
Auch wenn Nichtchristen den Heiligen Abend ziemlich mondän feiern und am 25.12. lediglich die müden Beine von der Arbeit ausruhen, begehen die koreanischen Christen das „Fest der Liebe“ in all seinen Details. Nach der Kirche besuchen die jungen Leute gerne Krankenhäuser und ältere Leute und singen Weihnachtslieder. Am 25. Dezember trifft man sich zu einem festlichen Essen mit Freunden und der Familie. Viele Bäckereien in Korea stehen den weihnachtlichen Leckereien hierzulande in nichts nach. So findet der Koreaner natürlich einen wunderschönen Weihnachtskuchen für den Abschluss des Weihnachtfestes.
Fazit
Korea ist und bleibt ein Land voller Geheimnisse. Dennoch oder gerade deshalb darf man ab und zu in das Herz dieser Welt blicken und gerade zu Weihnachten lohnt sich ein Besuch bei diesen besonders liebeswerten und offenen Menschen!
Santa Claus auf Tour – Weihnachtszeit in Amerika
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
Während Santa Claus vor einigen Jahren noch lediglich Amerikas Rauchfänge und Wohnzimmer unsicher gemacht hatte, sieht man den Dicken mit dem weißen Rauschebart nun mittlerweile auch schon an deutschen und österreichischen Häuserfronten empor klettern. Der Unterschied zwischen den amerikanischen und unseren Bräuchen gestaltet sich in letzter Zeit nicht mehr derart groß wie noch in unserer Kindheit.
Shoppingfieber beginnt recht früh
Je nach Bundesstaat, Familienherkunft und Religiosität wird Weihnachten in den USA natürlich unterschiedlich gefeiert. Wie mittlerweile auch schon in Europa durchaus üblich, beginnt das Shoppingfieber schon sehr viele Wochen vor Weihnachten. Spätestens aber ab dem Thanksgiving Day, den die Amerikaner Ende November feiern, beginnt die Hype auf die Weihnachtsgeschenke. Weihnachtsparaden werden veranstaltet und im Fernsehen übertragen, die Häuser werden mit bunten Lichterketten behangen und Santa Claus ist in beinah jedem Kaufhaus zugegen. Sogar die Familien in den ärmeren Gegenden der USA lassen sich die Freude, ihr Haus in der Vorweihnachtszeit mit Lichtern zu verschönern, nicht nehmen.
Santa Claus wird mit Milch und Keksen gefüttert
Familien mit kleinen Kindern stellen große, meist mit elektrischen Kerzen und buntem Weihnachtsschmuck dekorierte Christbäume in ihre Wohnzimmer, während ältere Paare und Leute mit Hunden der Zweckmäßigkeit und Bequemlichkeit halber eher den kleinen Kunst-Christbaum vorziehen.
Die Amerikaner – vor allem die Südstaatler – sind ein überaus religiöses Volk. Manche Katholiken z.B. besuchen zu Heilig Abend eine 3- bis 4-stündige Messe, andere besuchen die normale heilige Messe am nächsten Tag.
Die Bescherung wird bei den meisten Familien mit Kindern am Morgen des 25. Dezember gefeiert. Am Vorabend stellen die Kinder Milch und Kekse ins Wohnzimmer, hängen ihre Söckchen an den Kamin (so vorhanden) und legen auch Karotten für die Rentiere hin. Über Nacht rutscht Santa Claus durch den Kamin, legt die Geschenke unter den hübsch verzierten Christbaum und befüllt die Söckchen mit kleinen Geschenken und Leckereien. Nach getaner Arbeit leert er das Milchglas und lässt nur ein paar Kekskrümel übrig. Die Karotten nimmt er natürlich für seine Rentiere mit…
Der Rest des Christtags wird bei schönem Wetter im Freien verbracht. Spielzeuge und andere Geschenke werden ausprobiert – und falls das Wetter schlecht ist, sitzt man vorm Fernseher und sieht sich die traditionell am Christtag übertragenen „American Football“-Spiele an. Weihnachten ist wie bei uns auch die Zeit der großen Familienzusammenkünfte. Die Familien laden ihre Verwandten und Freunde zum ausgiebigen Essen ein oder nehmen ihre Mahlzeiten gemeinsam in Restaurants zu sich.
Bräuche vermischen sich: „Christkindlmarket“ in Chicago
Wohl durch die im letzten Jahrzehnt rasant fortschreitende Globalisierung kam es zu einer Vermischung von Traditionen und Bräuchen auf der Welt. Der Weihnachtsmann vertritt das anscheinend schon recht überlastete Christkind beim Beschenken unserer Kinder, in Chicago hingegen bieten die Amerikaner – mit deutscher Unterstützung – seit einigen Jahren einen sehr beliebten und gut besuchten „Christkindlmarket“ mit Glühwein, Lebkuchen und ganz viel Weihnachtsstimmung an. Die Adventkränze der Amerikaner zieren selten Kerzen, hängen dafür aber weihnachtlich dekoriert an deren Haus- und Wohnungstüren. Diese Türkränze werden übrigens je nach Jahreszeit und Feierlichkeit verschieden dekoriert, können aus Plastik, aber auch aus den spitzen Blättern der Stechpalme bestehen. Ebenso ein Brauch, der auch bei uns in letzter Zeit Einzug gehalten hat.
Teils sehr kitschig anmutende, bunte Lichterketten rund ums ganze Haus, mit grellen Glühbirnchen beleuchtete Rentierschlitten samt Santa Claus in den Vorgärten – als das gibt es in Amerika schon seit langem. Zum Leidwesen vieler Europäer wird auch diese amerikanische Sitte von vielen einheimischen Zeitgenossen mehr und mehr übernommen – und teilweise leider maßlos übertrieben. Einen Nikolo, der am 6. Dezember Geschenke bringt, gibt es übrigens gar nicht in den USA. Anstatt Schuhe vor die Tür zu stellen, hängt man eben die Strümpfe an den Kamin.
Allgemeine Amerikanisierung des mitteleuropäischen Weihnachten
Alles in allem kann eine allgemeine Annäherung Mitteleuropas an die amerikanischen Gepflogenheiten nicht abgestritten werden. Viele Unterschiede zu den amerikanischen Sitten und Bräuchen gibt es (leider) wirklich nicht mehr. Nicht umsonst kämpft ein Tiroler Pro-Christkind-Verein (www.pro-christkind.at) gegen die Arbeitslosigkeit des Christkinds und die Vorherrschaft des Weihnachtsmannes an…
Weihnachtszeit: Weihnachten in Norwegen
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
Weihnachten im hohen Norden (Norwegen) ist ein sehr fröhliches Ereignis. Ein besonderes Erlebnis erfährt man, wenn einem das Glück zuteil wird, zu einem richtigen Weihnachtsfest auf dem Lande geladen zu werden.
Weihnachten auf dem Lande
Weitab von großen Städten starten in den gemütlichen Bauernhofküchen bereits einige Wochen vor dem Fest die Weihnachtsvorbereitungen. Ein Weihnachtsbier wird selbst gebraut – das sogenannte „Juleøl“. Außerdem bereitet man verschiedene Gerichte aus Schweinefleisch zu. Besonderen Wert wird auf süßes Kleingebäck gelegt. Nach altem Brauch sollen es mindestens sieben verschiedene Sorten sein, auch der „Julekaker“ (Christstollen) ist ein absolutes Muss. Damit das Feuer im Kamin über die Weihnachtsfeiertage nicht erlischt, wird fleißig Holz gehackt. Auch der gründliche Weihnachtsputz des gesamten Hauses darf nicht fehlen.
Wie auch in Österreich und Deutschland verkürzen die norwegischen Kinder die Wartezeit bis Weihnachten mit einem Adventskalender. Der Weihnachtsbaum wird im Wald selbst geholt und von den Eltern kurz vor dem Heiligen Abend geschmückt. Den Kindern ist der Zutritt währenddessen natürlich verwehrt, dementsprechend groß ist die Spannung und Aufregung unter den Kleinen. Aber auch an andere wird zu diesem besonderen Fest gedacht: Eine Gabe Hafer – das „Julenek“ – wird für die Vögel an einen Pfahl gesteckt, und auch die Tiere am Bauernhof erhalten eine besondere Weihnachtsmahlzeit.
Glockenläuten und Weihnachtsfriede
Der Heilige Abend („julaften“) ist für viele der wichtigste Weihnachtsfeiertag und wird am 24. Dezember zelebriert. Am Nachmittag läuten Kirchenglocken die Weihnachtszeit ein. Die Glocken schlagen aber nicht gewohnt langsam, sondern es ertönen mehrere Minuten lang in rascher Aufeinanderfolge kräftige, unausgesetzte Glockenschläge. Nach Verstummen des Glockenläutens senkt sich der Weihnachtsfriede über das Land.
Die familiäre Weihnachtsfeier beginnt meist mit dem feierlichen Vorlesen aus dem Weihnachtsevangelium. Manche Familien besitzen eine Bibel, welche bereits über Generationen weitergegeben wurde.
Mittags labt man sich an Milchreis, am Abend besucht die gesamte Familie den Gottesdienst. Das traditionelle Weihnachtsessen besteht aus Reisbrei oder frischem Dorsch. Regionale Köstlichkeiten wie „svineribbe“ (Rippchen), „pinnekjøtt“ (gepökelte Lammrippe) oder Kabeljau werden serviert. Die Kinder aber haben kaum mehr Augen für diese kulinarischen Köstlichkeiten. Zu groß ist die Aufregung bis endlich die Wohnzimmertür geöffnet wird und ein festlich geschmückter Tannenbaum samt Geschenken im Kerzenlicht erstrahlt. Nach dem Essen tanzen alle um den Weihnachtsbaum und erfreuen sich an den erhaltenen Geschenken. Besonders brave Kinder bekommen die Geschenke vom Weihnachtsmann („julenisse“) höchstpersönlich.
Der „Rundgang um den Tannenbaum“ ist eine norwegische Sitte. Die Familie fasst einander an den Händen, bildet einen Kreis um den Baum und geht dann um diesen herum. Dabei werden die verschiedensten Weihnachtslieder gesungen. Nun sind auch die Kinder beruhigt, denn endlich dürfen die heiß ersehnten Geschenke ausgepackt werden. Den restlichen Abend vergnügt man sich mit Gesellschaftsspielen und labt sich an Kuchen und anderen Leckerbissen.
Frohe Ostern – Osterzeit ist Bastelzeit
Geschrieben von: silvie | Eingetragen in: Kultur & Religion
Basteln zu Ostern beschränkt sich in vielen Familien auf das Bemalen von Ostereiern, die dann für die Kinder mit einem Osternest versteckt werden oder innerhalb der Familie mit einem Osterkörbchen verschenkt werden. Doch eigentlich bietet sich gerade diese Zeit sehr an um mal wieder gemeinsam mit den Kindern zu basteln und das beginnt schon bei den Ostergrußkarten.
Mit eine wenig Bastelkarton, Metallfolie und ein paar schönen Gelschreibern in buntern Farben kann man die schönsten Osterkarten selbst basteln und zeigt den Empfängern der Karten vor allen Dingen auch auf, dass man sich Mühe gegeben hat und damit kommen solche Grüße tatsächlich von Herzen. Selbst gebastelte Osterkarten werden meistens als bleibende Erinnerung aufbewahrt.
Von den Kindern ein schönes Bild dazu malen zu lassen ist ebenfalls eine schöne Idee. Die Bastelideen zur Osterzeit beschränken sich aber nicht nur auf Ostereier und Grußkarten. Eierbecher zu Ostern kann man ebenfalls sehr schön selbst. Im Internet finden sich unter dem Stichwort “Ostern Basteln” jede Menge Bastelanregungen, die sich nicht nur auf Karten und Eierbecher beziehen, die nach Ostern möglicherweise nicht mehr verwendet werden können – ganz im Gegenteil:
Hier finden sich Ideen zum töpfern oder für spezielle Osterfiguren, die aus Salzteig oder Fimo hergestellt werden können und dauerhafte Freude bescheren, wenn sie als kleines Präsent überreicht werden.
Kindheitserinnerung – Weihnachten in der DDR
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
Ich musste leise in mich hinein grinsen: Was würde das wohl heute werden? Vor drei Tagen hatte ich mit Thomas zusammen 12 Kilo Mehl gesiebt, wir wollten uns noch einmal an unsere Kindertage erinnern und hatten Freunde zum großen Stollenbacken gerufen. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen: Großmutter hatte den Stollenteig geknetet und danach hatten wir die große Schüssel mit Teig auf dem Schlitten zum Bäcker des kleinen Dorfes gefahren, um ihn dort backen zu lassen. Das Schönste war, dass auf dem Marktplatz eine wunderbare geschmückte Tanne stand, sie leuchtete in der Dunkelheit und hatte herrlich rote Kugeln. Es musste so sein, der Weihnachtsmann würde bald kommen.
Mittlerweile waren alle Freunde eingetroffen. Erst einmal gab es Glühwein, schließlich musste man sich ja für das Backen stärken. Annette fragte: „Hast du denn alle Zutaten bekommen?“ „ Ja“ antwortete ich „ es war geradezu langweilig, ein großer Discounter – und du bekommst einfach alles!“ Thomas begoss gerade 2,5 Kilo Rosinen mit Rum und meinte: „Alles kriegste nicht, oder gab es etwa, die wunderbaren grünen kubanischen Orangen? Übrigens, Prost Genossen, wo ich gerade den Rum in der Hand habe!“
Wir lachten: „Nee, die gab`s nicht! Es gab Orangen in allen Varianten, und ich musste auch nicht anstehen!“ „ Mein Gott, wie langweilig,“ fügte Claus hinzu „ man hat ja nichts, was man von Berlin mit in die Republik nehmen kann, Bananen gibts ja auch überall.“ Marlis sah uns verwundert an: „Was denn für grüne Orangen?“ „ Ach ja, Marlis unser Quotenwessi, also pass auf, wir wollen dir mal erzählen, wie es Weihnachten so war“, sagte Thomas, sah sie an und musste lachen: sie waren seit drei Jahren befreundet, und doch gab es vieles, was sie nicht voneinander wussten.
„Also Weihnachten in der DDR sind erstmal kubanische Orangen mit vielen Kernen,“ begann Thomas, „aber immerhin Orangen. Sie läuten die Weihnachtszeit ein.“ Bald nach den Orangen würde es auch Bananen geben. Man musste sich mit dem Gemüsehändler gut stellen, dann konnte man die ganze Familie versorgen. Vor allem wenn man in Berlin wohnte, hatte man die Pflicht (oder die Last), die Verwandtschaft in der restlichen Republik mit Südfrüchten zu versorgen (dort kamen sie nicht immer an).
Das Wichtigste war, Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Nie wusste man, was man wohl bekommen würde. Nach Weihnachten wurden erst einmal die meisten Geschenke umgetauscht oder als wirkliches Tauschobjekt für das gewünschte Objekt, wie Bohrmaschine oder Gefrierschrank eingesetzt. Wichtig war auch, genügend Rotkäppchensekt bereits zu Weihnachten im Haus zu haben, denn bis Silvester konnte man die Bestände nicht auffüllen.
Wer es sich leisten konnte, kaufte zu Weihnachten auch Westschokolade oder den teuren guten Alkohol im Delikat, dem Lebensmittel-Exquisit oder vielleicht hatte man noch ein paar Forumschecks, um in Intershop etwas Gutes zu erwerben.
Dann der 24. Dezember. Der Weihnachtsbaum musste geschmückt werden. Das war meist eine Herausforderung, besonders, das Lametta anbetraf. Lametta war Mangelware. Also machte man sich daran, die Lamettavorräte aus dem Vorjahr liebevoll zu entwirren und an den neuen Baum zu hängen. War das geschafft, war Weihnachten!
Viele von uns freuten sich auf das Krippenspiel in der Kirche. Ja, auch DDR-Bürger gingen Weihnachten in die Kirche. Abends gab es dann meist Kartoffelsalat und Würstchen. Und am ersten Weihnachtsfeiertag gab es Gans mit Rotkohl und Thüringer Klößen (wenn man sie zubereiten konnte). Dazu passend die Kultsendung im DDR-Fernsehen mit Heinz Quermann und Margot Ebert zwischen Frühstück und Gänsebraten.
Die Kinder warteten schon auf den obligatorischen Märchenfilm mit Väterchen Frost und der Hexe Babajaga oder auf „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder auf Pierre Brice als Winnetou.
Am zweiten Feiertag war die Ente dran. Alles in allem war Weihnachten ein ausgiebiges Familien- und wahres Fressfest. Also verhungert ist wirklich keiner.
„Es waren immer schöne Tage,“ sagte Thomas, „und eines hatten wir, was es seit dem Mauerfall nicht mehr gibt – wir hatten ein wirklich ruhiges Fest, weil keiner um seinen Arbeitsplatz Angst haben musste.“
„So Kinder,“ rief Annette, „jetzt müssen wir aber mit den Zutaten für den Stollen anfangen, sonst wird es heute nichts mehr und Weihnachten fällt aus!“
Schwedische Weihnachten
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
Weihnachten wird in verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Art und Weise zelebriert. In Spanien z. B. bringen traditionell die Heiligen Drei Könige den Kindern erst am 6. Januar die Geschenke, und in Rumänien ist das Singen von Weihnachtsliedern ein wichtiger Bestandteil des Festes. In Schweden wiederum bringt der Weihnachtsmann – wie auch in anderen nordischen Ländern – die Geschenke schon an Heiligabend, deshalb wird der 24. Dezember als „Weihnachten“ bezeichnet.
Das Fest der Heiligen Lucia
St. Lucia, eine Heilige aus Sizilien, die im 4. Jahrhundert n. Chr. lebte, wird in Schweden besonders verehrt, da sie der Überlieferung nach Schweden vor einer Hungerkatastrophe bewahrt hat. Am 13. Dezember finden daher überall in Schweden St.-Lucia-Prozessionen statt, die zwar grundsätzlich mit Weihnachten nichts zu tun haben, aber natürlich wegen des Datums und der Lichtsymbolik in die vorweihnachtlichen Zeremonien eingebunden sind. Weiß gekleidete Mädchen, mit einem roten Seidenband um die Hüften und einem Kranz brennender Kerzen auf dem Kopf, bringen ihren Eltern – in Gedenken an die Taten der Heiligen – morgens Speisen ans Bett.
Von Weihnachtsbäumen, Disney-Filmen und kulinarischen Köstlichkeiten
Eine dichte, gleichmäßig gewachsene Tanne ist das Symbol von Weihnachten, daher machen sich die Schweden am Tag vor Heiligabend auf, um einen perfekten Weihnachtsbaum zu finden. Wie dieser geschmückt wird – ob mit Lametta, Flaggen oder Christbaumkugeln – hängt von der jeweiligen Familientradition ab.
Am Nachmittag des 24. Dezembers sitzt ganz Schweden ab etwa 15 Uhr vor dem Fernseher. Gezeigt wird ein Disney-Spezialprogramm, an dem sich die Schweden nicht satt sehen, obwohl es seit den sechziger Jahren alljährlich am Weihnachtstag wiederholt wird – Rituale sind eben wichtig. Erst danach kann das Feiern beginnen.
Wie fast überall stehen auch in Schweden die kulinarischen Gaumenfreuden im Mittelpunkt. Als unverzichtbares Element des Festes gilt das julbord, ein Buffet, dessen Hauptbestandteil ein saftiger Weihnachtsschinken ist. Neben Bier oder Schnaps werden klassische und deftige Weihnachtsleckereien wie Fleischwurst, eingelegter Hering, hausgemachte Leberpastete, Kartoffeln oder Stockfisch gereicht. Der Glögg, eine Art Glühwein mit Mandeln und Beeren, ist eine skandinavische Spezialität und wird in kleinen Bechern serviert. Auch Süßigkeiten spielen eine wichtige Rolle, darunter Toffee und Schokolade, aber auch Orangen, Datteln, Feigen und Nüsse gehören dazu. Nach dem man kräftig dem julbord zugesprochen hat, dürfen die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ausgepackt werden. Als letzter Teil der Feierlichkeiten steht ein Kirchenbesuch am frühen Morgen des 25. Dezembers auf dem Programm.
Das Ende der Weihnachtszeit
Die Weihnachtsferien erstrecken sich bis zum Ende der ersten Januarwoche. Wenn Heiligabend vorbei ist, folgt eine Reihe von Besuchen bei Verwandten und Freunden. Während fast überall 12 Weihnachtstage gefeiert werden (25. Dezember bis 6. Januar), sind es in Schweden zwanzig Tage. Die Weihnachtszeit endet mit dem 13. Januar, dem St. Knuts-Tag. An diesem Tag werden die Weihnachtsbäume entschmückt und kurzerhand aus dem Fenster geworfen. Wer in dieser Zeit in Schweden unterwegs ist: Bitte Blick nach oben!
Der Ursprung von Halloween
Geschrieben von: Redaktion | Eingetragen in: Kultur & Religion
Woher stammt eigentlich der Halloween-Brauch? Warum werden Kürbisfratzen in die Hauseingänge gestellt? Und was hat es mit den Geistern auf sich? Das Halloween-Fest ist dem Todesfürsten Samhain zu verdanken.
Die Kelten verehrten Samhain als Herrscher des Winters und glaubten, dass er in der Nacht zum 1. November auf die Erde zurückkehrt, um bis zum Frühjahr das Zepter der dunklen Jahreszeit zu übernehmen.
Gleichzeitig waren die keltischen Druiden der Überzeugung, dass an diesem Datum die Trennwand zwischen den Lebenden und den Toten besonders dünn ist und es daher zum Kontakt mit den Verstorbenen kommen kann. Sie befürchteten aber auch, die Toten könnten die Gelegenheit nutzen, sich in den Körper eines Lebenden zu verschanzen und damit auf der Erde bleiben zu können.
Um sie zu besänftigen, erbrachten die Kelten ihnen reichlich Opfergaben und zelebrierten die Halloween-Nacht mit einem großen Fest. Schließlich waren sie den Geistern gegenüber nicht grundsätzlich negativ eingestellt – es sollte ihnen sogar leicht gemacht werden, eine Nacht mit den Lebenden zu verbringen. Schließlich wurde es als tröstlich angesehen, verstorbenen Verwandten nahe sein zu können.
Es ist den Iren zu verdanken, dass der Halloweenbrauch im Zuge der Jahrhunderte abgewandelt wurde. Mit dem Einzug des christlichen Glaubens wurde der keltische Geisterglauben neu interpretiert. Nun galt es, die Geister mit Fratzen abzuhalten und sich abschreckend zu verkleiden, um den Toten vorzugaukeln, man sei einer von ihnen.
Im Jahre 837 wurde der Halloween-Brauch endgültig christianisiert: Papst Gegror IV erklärte Samhein zum Totenehrungstag und den 1. November zu Allerheiligen. Dennoch sind die heidnischen Anklänge des Halloween-Brauchs nie verschwunden.
Erst in den vergangenen Jahren wird auch im europäischen Raum wieder verstärkt Halloween gefeiert – ähnlich den Amerikanern, für die das Fest schon lange einen hohen Stellenwert hat.
Epochen – Stilrichtungen der Kunst
Geschrieben von: MaxTrix-js | Eingetragen in: Kultur & Religion
In den vergangenen Jahrhunderten haben sich in den einzelnen Epochen eine Reihe von Stilrichtungen der Kunst hervorgehoben, die wir hier etwas erläutern. Kurze Einblicke in die Antike Kunst, aber auch in die postmoderne Kunst. August der Starke und sein Sohn bauten eine Galerie auf welche im Semperbau des Dresdner Zwinger vorzufinden ist.
Die Galerie trägt den Namen „alter Meister“. Es sind Gemälde aus Holland und Italien vorzufinden aber auch flämische Kunstwerke. Vermeer, Raffael, Rembrandt und Rubens sind bekannte Namen, von denen man auch Gemälde vorfinden kann. Während des 2. Weltkrieges, als Deutschland unter starken Bombardements Englands stand, musste die Galerie geräumt werden. Nach Kriegsende bekam die damalige Sowjetunion ein Großteil der Werke.
In Amrum kann man heute noch Ausgrabungen begutachten. Ein Kurzurlaub auf Amrum ist auch für Kunstliebhaber empfehlenswert. Für die Besucher sind Ausgraben und Hühnengräber zu erwarten. Etwa 20 Plätze reichen sogar bis in die Eiszeit zurück. Aus der Wikingerzeit, vermutet man, ist im Osten ein Gräberfeld vorhanden. Früher waren es 88 Grabhügel, welche leider nicht bis heute alle erhalten blieben konnten.
Der Hügel ist aber eher aus der Bronzezeit genau wie das Klaffhugh, ein Hügelgrab, welches sich weiter südlich befindet. Ebenfalls kann man ein Krummwall sehen, welcher noch gut erhalten ist.
Auf dem Jakobsweg pilgern
Geschrieben von: fosforito | Eingetragen in: Kultur & Religion
Wann fühlen wir uns in der heutigen Zeit (Pilgern, Jakobsweg) noch so richtig frei? Wie finden wir im Chaos der modernen Welt noch zu uns selbst? Wieso sitze ich hinter diesem Schreibtisch fest? Dies sind alles Fragestellungen denen manche entgegenwirken indem sie den Jakobsweg pilgern. Man findet ihn Spanien und er beschreibt den Weg zum Grabe des Apostels Jakobus. Sogar Prominente wie Hape Kerkeling stellen sich dieser Aufgabe. Er ist den Weg vor ein paar Jahren gegangen und hat darüber einen Bestseller verfasst.
Die Zahl derer die sich auf diesen Pilgerweg begibt steigt stetig an. Es geht vor allem darum dass man etwas für sich selbst tut. Hundert km schüttelt man ja auch nicht einfach mal so aus dem Ärmel. Aber diese sind die Mindestanforderung um wirklich als wahrer Pilger zu gelten. Wie oft frisst uns der eintönige Alltag einfach auf? Die die den Jakobsweg pilgern widersetzen sich dem. So etwas tut man wahrscheinlich nur einmal im Leben.
Organisatorisch kommt bei einem Vorhaben dieser Art natürlich viel auf den Wanderwilligen zu. So sollte man sich zB. genügend Urlaub bei der Arbeit nehmen. Flugtickets müssen besorgt werden. Die Zusammenstellung einer guten Ausrüstung gehört auch zu den Präparationen. Feste Schuhe sind eine der wichtigsten Voraussetzungen. Es braucht zusätzlich wasserundurchlässige Kleidung. Vorbereitung ist alles. Man begibt sich auf eine unvergessliche Reise. Ein Malleurlaub lässt sich nur schwer mit dem Jakobsweg pilgern vergleichen.
Hier verbringt man auch nicht die ganze Zeit am Hotelpool. Spiritualität ist für die meisten sehr viel wichtiger. Am Ende lernt jeder etwas anderes aus einem solchen Erlebnis. Und die Geschichte vom Pilgern der Großmutter oder des Großvaters hören sicher auch die Enkelchen gerne. Auch in späteren Lebenslagen werden die Dinge die man gelernt hat noch hilfreich sein. Leider kommt es ja oft so. Also vielleicht trifft man sich ja demnächst beim Pilgern.
Heilung – Was steht in der Bibel?
Geschrieben von: willy | Eingetragen in: Kultur & Religion
Der Mensch, die Schöpfung Gottes (Bibel, Heilung) ist durch Ungehorsam von Gott abgefallen (Sündenfall – Vergleiche in der Bibel 1.Mose Kapitel 3). Die Menschheit verliert dadurch das Paradies, die Gemeinschaft mit Gott (Vergleiche in der Bibel im Römerbrief Kapitel 5 Vers 12ff). Der unmittelbare Zugang zu Gott ist nun versperrt. Die einst heile ungestörte Beziehung zu Gott ist zerbrochen. Dadurch kam Unheil wie Kriege, Krankheit, Neid, Hass, Zwietracht, Misstrauen usw. über die Menschen.
Der Mensch und die ganze Schöpfung ist nun der Nichtigkeit d.h. der Sinnlosigkeit und der Vergänglichkeit unterworfen (Vergleiche in der Bibel Römerbrief Kapitel 8 Vers 20). Auch Krankheit ist eine Folge des Sündenfalls von Adam und Eva. Über die körperliche, medizinische Bedeutung hinaus, bezieht sich das Wort Heilwerden, heilen, Heilung auf die Wiederherstellung der schöpfungsgemäßen Lebensordnung Gottes. Gott will im ganzheitlichen Sinne heilen.
Sein Wille ist die Heilung körperlicher und seelischer Erkrankungen. Wichtiger ist Gott das Seelenheil, die Wiederherstellung der Beziehung zu ihm. Das ist Gott das wichtigste und dringlichste Anliegen für das er sogar seinen Sohn Jesus Christus geopfert hat. Jesus kam als Heiland (Retter) vor 2000 Jahren in diese Welt. Er heilte Menschen von ihren Krankheiten und rief sie in seine Nachfolge. Die wichtigste Heilstat Jesu war sein Sterben am Kreuz von Golgatha und seine Auferstehung. Dadurch hat Gott die für den Menschen unüberwindbare Kluft zu ihm überbrückt.
Der Weg zu Gott ist durch den Sühnetod Jesu wieder frei. Jeder Mensch, der Jesus sein Leben anvertraut und sein Sühnetod für sich selbst in Anspruch nimmt, erfährt Vergebung seiner Sünden und hat freien Zugang zu Gott (Vergleiche in der Bibel Johannes Kapitel 3 Vers 16 und Jesaja Kapitel 53 Vers 4-5). Ganzheitliche Heilung kann aus biblischer Sicht immer nur von Gott ausgehen und bezieht sich in erster Linie auf die Wiederherstellung der Beziehung zu Gott (Seelenheil) und in zweiter Linie auf die Heilung von Erkrankungen durch Gott (Vergleiche in der Bibel Lukas Kapitel 5 Verse 17-26).
Patric Warten, Heilpraktiker www.heilpraktiker-oberstenfeld.de
Sternzeichen – Der Widder mit dem Wassermann
Geschrieben von: Stefan29 | Eingetragen in: Kultur & Religion
Vermutlich lernen Widder und Wassermann einander bei einer Party oder einem anderen gesellschaftlichen Anlass kennen. Dort wo viele Menschen zusammenkommen, fühlen sie sich meist pudelwohl, zeigen dem Gegenüber aber zunächst ein wenig die kalte Schulter. Erst wenn sie bemerken, dass ihre Wertvorstellungen in Sachen Partnerschaft übereinstimmen, wagen sie den Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Das enorme Interesse des Wassermanns an sozialen Fragen und an einer intakten Natur lässt natürlich auch den manchmal ungestümen Widder nicht kalt.
In der Partnerschaft werden alle auftretende Unstimmigkeiten ausführlich besprochen, allerdings gerne etwas zu abgehoben, was manchem Widder von Zeit zu Zeit etwas zu viel wird. Er tut dann gut daran, das kopflastige Sternzeichen Wassermann wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Dagegen führt der einfallsreiche Fisch den heißblütigen Widder erst einmal ins Traumland der Liebe. Dort bleiben die beiden, solange es ihnen gefällt und vergessen alles um sich herum. Der Fisch versteht es blendend, auf dem Instrument der Zuneigung die unterschiedlichsten Melodien anzuspielen.
Sinnlichkeit und Leidenschaft kommen dabei keinesfalls zu kurz, gemeinsam schwimmen sie auf den Wogen der Lust und entdecken dabei stets Neues. Alles eitel Wonne, möchte man meinen, wären da nicht die Launen des Widders. Läuft ihm eine Laus über die Leber, lässt er das bisweilen am Partner aus. Auch wenn der Fisch der Grund für den Unmut ist, besteht häufig die Gefahr, dass dessen elfenhaftes Wesen an allzu forsch vorgebrachter Kritik zerbricht.
Der Widder hat es in der Hand: Beißt er sich auf die Zunge, bevor ein unbedachtes Wort über seine Lippen kommt, kann die Liebesglück der beiden auch den grauen Alltag überdauern.
Mittelalter – Urkunden wurden mit Kallegrafie verfasst
Geschrieben von: fosforito | Eingetragen in: Kultur & Religion
Ein Briefsiegel (Kalligrafie) hat etwas Edles an sich. Siegel sicherten im Mittelalter die Überbringung von vertraulichen Informationen oder von Urkunden. Ein Siegel wurde im Mittelalter wie eine Unterschrift anerkannt. Die Assyerer benutzten schon Siegel aus Ton. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurden Städtesiegel eingeführt. Die Siegel für Privaturkunden wurden aus Wachs hergestellt. Die Farbe des Siegels spielte damals eine große Rolle.
Rotes Wachs wurde nur von Königen und Kaisern benutzt. Geistliche Stiftungen konnte man an der Farbe Grün erkennen. Freie Reichsstädte erkannte man an weißem Wachs. Das Erkennungszeichen geistlicher Ritterorden war schwarzes Wachs. Schwarzes Wachs wird heute nur noch bei Trauerbriefen verwendet. Das Siegel wurde meist mit einem Siegelring auf die Urkunde gedrückt. Siegelabdrücke zeigen meist Siegelbilder.
Die Wappen ostasiatischer Staaten ähneln einem Siegel. Siegel haben einen hohen Anerkennungswert. Heutzutage gibt es andere Ausführungsformen von Siegeln. Ein Siegel kann die persönlichen Initialien zeigen. Ein dienstliches Siegel ist ein öffentliches Beglaubigungszeichen. Ein Siegelbruch ist in Deutschland sogar strafbar. Siegel werden heutzutage oft zur Verschönerung von Geschenken benutzt. Häufig werden Siegel mit Kalligrafie gestaltet.
Im Mittelalter wurden Schriftstücke mit Kalligrafie verfasst. Als Kunstform wurde Kalligrafie meist im Bereich der Überschriften verwendet. Kalligrafie wurde schon damals als Kunstform angesehen. Mit der Erfindung des Buchdrucks nahm die Bedeutung der Kalligrafie stark ab. Bei besonderen Gelegenheiten wird heute gerne noch Kalligrafie angewendet. Viele Menschen genießen Kalligrafie heutzutage als entspannendes Hobby. In der Kalligrafie unterscheidet man zwischen Geraden und Kursivschriften.
In vergangenen Zeiten wurden meist die Federn von Gänsen verwendet. Ein wunderschönes Ergebnis erzielt man auf handgeschöpftem Büttenpapier. Vor der Zeit des Papiers wurde hauptsächlich Pergament verwendet. Die Oberfläche des Pergaments wird mit einem Bimsstein geglättet und mit Kreide geweißt. Pergament hat eine sehr helle Farbe. Pergamentpapier hat eine lange Lebensdauer und ist nassfest. Außerdem ist Pergament lichtdurchlässig und wurde für die Verkleidung von Lampen und Fenstern verwendet. In England wurde 1861 zum ersten Mal Pergament industriell hergestellt.
Schloss Gödöllö in Ungarn – bekannt als das Sissi Schloss
Geschrieben von: MaxTrix-js | Eingetragen in: Kultur & Religion
Als Sissi-Schloss bekannt ist das Schloss Gödöllö in Ungarn. Das mehrere hundert Jahre alte Schloss wurde in seiner langen Geschichte mehrfach umgebaut und erweitert. Auch der Schlosspark wurde immer wieder neu umgestaltet. Seit dem Jahre 1981 steht das Lieblingsschloss der Kaiserin von Österreich unter Denkmalschutz, was mit dem sog. Schlossprogramm des Landesaufsichtsamtes für Denkmalschutz begann.
Damit man die Substanz dieses beeindruckenden Schlosses erhalten konnte, fanden im Jahre 1986 die ersten Arbeiten zur Substanzerhaltung an. Diese wurde erst zum Ende des Jahres 1991 beendet. Das Schloss konnte in dieser Zeit teilweise geräumt werden, denn es lebten hier Soldaten der Sowjetarmee. Ab 1990 begann man parallel dazu, das Dach und die Reitschule wieder instand zu setzen und auch die Erneuerung der Dachstühle am Hauptflügel schritten zusehends voran.
Bei diesen umfangreichen Arbeiten konnten Wände freigelegt werden und es begannen vielen kunstgeschichtliche Forschungen, durch die das Bauzeitalter des Schlosses in Ungarn geklärt werden konnten. Von der Pracht und der Liebe der Kaiserin von Österreich zu diesem Schloss zeugen die wunderschön ausgemalten Räume. Heutiger Eigentümer des Schlosses in Gödöllö ist das Ministerium für nationales Kulturerbe sowie die Selbstverwaltung der Stadt Gödöllö.
Seit 1995 ist das Schloss eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten für den Tourismus in Ungarn. Aus den Nachbarländern wie Österreich und der Schweiz sowie aus allen Teilen der Welt strömen Hunderte von Menschen jeden Tag hier her, um das Schoss zu besichtigen. Zwischen April und November öffnet der Schlosskomplex seine Tore für viele Besichtungstouren. Des Weiteren gibt es hier das ganze Jahr über verschiedene Sonderausstellungen.
Geburt – Den richtigen Vornamen für unser Kind!
Geschrieben von: silvie | Eingetragen in: Kultur & Religion
Den Vornamen für ein Kind sollte man mit Bedacht wählen. Zu über 90 Prozent fällt die Entscheidung für den Vornamen eines Kindes bereits in den ersten Minuten nach der Geburt. Es ist nämlich so, dass sich die Eltern schon vor der Geburt eines Kindes sich über dessen Vornamen Gedanken gemacht haben. Heute ist es nichts Seltenes, dass Kinder auch durchaus wieder einen Doppelvornamen erhalten.
Allgemein gesehen ist der Vornamen ein Teil des Namens, der nicht die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Familie ausdrückt. Vornamen bezeichnen vielmehr die Bezeichnung des Individuums. Andere Länder, andere Sitten: Während es im westlichen Kulturkreis so ist, dass der Vorname vor dem Nachnamen steht, ist es so, dass im Chinesischen, im Japanischen und im Koreanischen beispielsweise der Vornamen von einem Menschen hinter dem des Nachnamens steht.
Bei der Wahl von einem Vornamen spielt der familiäre Hintergrund der Eltern eine Rolle. In Deutschland ist es zum Teil heute noch üblich, dass der erstgeborene Sohn den Namen des Vaters erhält. Gleiches gilt auch für die weiblichen Mitglieder einer Familie. Im deutschen Sprachraum spielen Vornamen auch schon sehr lange eine politische Rolle. Von den Kirchen wurden dabei nämlich insbesondere christliche und hebräische Namen gefördert. Jedes Jahr sind aber andere Vornamen “in“.
