Der Ursprung von Halloween

Woher stammt eigentlich der Halloween-Brauch? Warum werden Kürbisfratzen in die Hauseingänge gestellt? Und was hat es mit den Geistern auf sich? Das Halloween-Fest ist dem Todesfürsten Samhain zu verdanken.

Die Kelten verehrten Samhain als Herrscher des Winters und glaubten, dass er in der Nacht zum 1. November auf die Erde zurückkehrt, um bis zum Frühjahr das Zepter der dunklen Jahreszeit zu übernehmen.

Gleichzeitig waren die keltischen Druiden der Überzeugung, dass an diesem Datum die Trennwand zwischen den Lebenden und den Toten besonders dünn ist und es daher zum Kontakt mit den Verstorbenen kommen kann. Sie befürchteten aber auch, die Toten könnten die Gelegenheit nutzen, sich in den Körper eines Lebenden zu verschanzen und damit auf der Erde bleiben zu können.

Um sie zu besänftigen, erbrachten die Kelten ihnen reichlich Opfergaben und zelebrierten die Halloween-Nacht mit einem großen Fest. Schließlich waren sie den Geistern gegenüber nicht grundsätzlich negativ eingestellt – es sollte ihnen sogar leicht gemacht werden, eine Nacht mit den Lebenden zu verbringen. Schließlich wurde es als tröstlich angesehen, verstorbenen Verwandten nahe sein zu können.

Es ist den Iren zu verdanken, dass der Halloweenbrauch im Zuge der Jahrhunderte abgewandelt wurde. Mit dem Einzug des christlichen Glaubens wurde der keltische Geisterglauben neu interpretiert. Nun galt es, die Geister mit Fratzen abzuhalten und sich abschreckend zu verkleiden, um den Toten vorzugaukeln, man sei einer von ihnen.

Im Jahre 837 wurde der Halloween-Brauch endgültig christianisiert: Papst Gegror IV erklärte Samhein zum Totenehrungstag und den 1. November zu Allerheiligen. Dennoch sind die heidnischen Anklänge des Halloween-Brauchs nie verschwunden.

Erst in den vergangenen Jahren wird auch im europäischen Raum wieder verstärkt Halloween gefeiert – ähnlich den Amerikanern, für die das Fest schon lange einen hohen Stellenwert hat.

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