Leckeres Fondue für entschleunigte Feinschmecker

Genießen und schlemmen ohne Hast und Hektik gehört zu den herrlichen Privilegien jener Fest- und Feiertage, die man in gemütlicher Runde und fröhlicher Gesellschaft verbringt. Natürlich muss es die zu zelebrierende Mahlzeit ihrer Natur nach auch hergeben, dass die verrinnenden Stunden beim Schmausen keine Rolle spielen. Ideale Tafelfreuden verspricht in diesem Zusammenhang der Klassiker Fondue. Doch wer da glaubt, dass beim Fondue lediglich die appetitliche „Fleischeslust“ bedient würde, der sollte sich jetzt gleich mal davon überzeugen lassen, dass hier auch ganz andere Geschmäcker zu ihrem leckeren Recht kommen dürfen.

Fisch statt Fleisch

Für ein exklusives Fischfondue kommt statt Frittierfett eine gute Gemüsebrühe in den Topf; am besten bereitet man diese mit saisonalen Suppenzutaten vom Markt selbst zu. Der frische Fisch, der in diesem heißen Fond bei Tisch häppchenweise gegart wird, sollte eine ausreichend feste Konsistenz haben, damit er nicht vorzeitig von der Fonduegabel abfällt. Natürlich lässt sich auch Tintenfisch hervorragend in ein exquisites Fischfondue einbauen. Das Darreichen vieler unterschiedlicher leckerer Saucen und Dips ist beim Fischfondue genau so selbstverständlich wie reichlich vorhandene knusprige Baguettes und knackige Salate. Und wenn schließlich genügend Gourmets ausreichend oft ihre appetitlichen Fischstückchen in der heißen Gemüsebrühe gegart haben, bleibt im Fonduetopf am Ende eine köstliche Bouillabaisse übrig, auf die sich Liebhaber gehaltvoller Fischsuppen mit lukullischer Leidenschaft stürzen werden. Wer Fisch mag, wird das Fischfondue vom ersten Happen bis zum letzten Löffel lieben. Und figurbewussten Feinschmeckern sei gesagt, dass ein Fischfondue mit ein bisschen Lebensmittelfachwissen fast gänzlich fettfrei zubereitet und genossen werden kann.

Den Stock, den Stock …

Als Asterix bei den Schweizern weilte, lernte er die sämigen Gaumenfreuden des Käsefondues kennen – und die gerechten Strafen für all jene Schlemmer, die ihr Weißbrot in der aromatisch vor sich hin brodelnden Käsemasse vorzeitig versenken. Tatsächlich richtet sich beim Käsefondue die gustatorische Aufmerksamkeit nicht auf das Weißbrot an der Spitze der Fonduegabel, sondern auf den sahnig geschmolzenen Käse im Fonduetopf. Diesen gilt es, mit Geschick und Gekurbel per Weißbroteckchen in erklecklichen Mengen aus dem Topf zu angeln. Natürlich wird die herrlich auf der Zunge zergehende warme Käsemasse dadurch im Fonduetopf mit der Dauer des Gelages erheblich dezimiert. Doch zum Glück führt das dazu, dass am Boden des Fonduetopfes irgendwann eine knusprig gebratene Käseplatte sichtbar wird, auf die alle Liebhaber von Knusperkäse schon sehnlichst gewartet haben. So gestaltet das Käsefondue vom ersten augenzwinkernden „Stockhieb“ bis hin zum Wegknabbern des gerösteten Restkäses zum geschmacklichen Gesamtkunstwerk. Allerdings bringt diese Schweizer Fonduevariante aufgrund des erforderlichen Fettgehalts von Fonduekäse jede Menge an Kalorien aufs Konto. Doch wen schert das schon, wenn man ohnehin nach dem dritten Brotverlust mit einem Gewicht an den Füßen in den See muss?

Schokolecker

Auch süße Zähne müssen beim Thema Fondue nicht abseits stehen. Denn für alle bekennenden Naschkatzen dürfte das Schokoladenfondue die Erfüllung aller Leckermäulchenträume sein. Dabei wird, je nach Geschmack, Schokolade oder Kuvertüre im Fonduetopf zum Schmelzen gebracht, und anschließend mit frischen Fruchtstückchen, Gummibärchen oder Marshmallows  an der Fonduegabel wieder abgeschöpft. Alles, was an einer Fonduegabel gut befestigt werden kann, und mit einem Mantel aus Schokolade noch besser schmeckt, ist für das Eintunken erlaubt. Besonders edel: Das weiße Schokoladenfondue auf der Grundlage von weißer Schokolade beziehungsweise weißer Kuvertüre. Als Dip-Ideen dazu eignen sich Kokosraspel, gemahlene Haselnüsse oder auch Mandelplättchen. Aber Vorsicht: Wer beim Schokoladenfondue nicht rechtzeitig die Reißleine zieht, könnte später mit einem Zuckerschock-Bauchweh von den weiteren Freuden des Abends ausgeschlossen sein. Also: Schokoladenfondue bitte immer verantwortungsvoll genießen.

Fazit

Wenn es mal wieder länger dauern soll und darf, ist das Fondue der absolute Spitzenreiter kultivierter Gastlichkeit und gemütlicher Genüsse. Egal, ob saftig herzhaft oder himmlisch süß.

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