Digitale Revolution: Dank Internet eine bessere Zukunft

Experten sehen in der digitalen Zukunft riesige Chancen für den Arbeitsmarkt, doch seien die Unternehmen gefordert, neue Wege zu ebnen.

Vor kurzem fand die ZEIT Konferenz unter dem Banner „Digitale Revolution – Zukunft der Arbeit“ statt. Auch Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen machte sich Gedanken zu dem Thema und betonte die großen Chancen, die durch die Digitalisierung in der Arbeitswelt entstehen können.

Eintrittsbarrieren sinken

In der digitalen Welt seien die Eintrittsbarrieren beispielsweise deutlich geringer als auf dem traditionellen Arbeitsmarkt. Denn im Internet zählt einzig und allein das „Können“: Hautfarbe, Sprache, Alter, Behinderungen oder Geschlecht treten dabei vollkommen in den Hintergrund. Jeder der ehrgeizig genug sei, könne es im digitalen Zeitalter zu etwas bringen, erklärte die Bundesministerin auf der Konferenz. Doch nicht nur die Arbeitnehmer seien in der Arbeitswelt von Morgen gefordert, sondern in besonderem Maße auch die Unternehmen selbst.

Investieren in die Zukunft

Die Unternehmen dürften nicht den Anschluss verlieren und seien bereits gefordert, über neue Formen der Teilnahme ihrer Arbeitnehmer nachzudenken. Von der Leyen warnte in diesem Zuge aber eindringlich davor, die zunehmende Digitalisierung im Arbeitsmarkt nur als Einsparmöglichkeit zu betrachten. Wer allein derart an die Problematik ginge, wird zu den Verlierern in der Entwicklung zählen. Vielmehr seien Investitionen von Vorteil, die unter anderem auch neue Wege in der Führung zur Folge haben. Denn Unternehmen brauchen neue Rahmenbedingungen, damit sich Menschen und Organisationen schnell an den Wandel gewöhnen können und aktive Möglichkeiten zur Teilnahme daran finden. Oberstes Ziel sollte sein, dass die Mitarbeiter auch die Entscheidungen des Unternehmens verstehen und vermittelt bekommen, dass es auch auf den Einzelnen ankommt. Ferner müsse man gewährleisten, dass ein „Wir-Gefühl“ entsteht, auch wenn sich die Mitarbeiter vielleicht niemals zu Gesicht bekommen und von verschiedenen Ecken der Welt aus miteinander kommunizieren. Die klassische Küche oder Kantine wird es für soziale Kontakte dann nicht mehr geben.

Die Arbeit von Morgen wird freier sein

Auch René Schuster, CEO der Telefónica Deutschland AG, zeigt sich von der digitalen Arbeitswelt begeistert und ist überzeugt, dass wir künftig mobil arbeiten werden, wann und wo wir wollen. Wie Studien bereits zeigten, werden sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer von den mobilen Technologien  profitieren, da beispielsweise die Arbeitsabläufe und Kommunikationswege deutlich schneller und effizienter werden. Die Unternehmen sparen dadurch Geld und die Angestellten arbeiten freier und flexibler. In der Theorie klingt dies alles hervorragend, bleibt nur abzuwarten, wie sich die Digitale Revolution endgültig vollziehen wird, das Potenzial ist sicherlich vorhanden.

Die ZEIT KONFERENZEN wurden 2006 von der Wochenzeitung „ZEIT“ ins Leben gerufen. Herausragende Persönlichkeit setzen sich dort mit aktuellen Themen auseinander, um Ideen und Lösungsansätze zu liefern.

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