Kategorie: Wellness & Gesundheit

Entspannung für zu Hause

Wenn man das Wort „Wellness“ hört, denkt man automatisch an Entspannung und Wohlgefühl. Doch Wellness ist für viele auch gleichzeitig ein nicht leistbarer Luxus. Wellness-Aufenthalte in Kurorten, Spas oder Wellness-Hotels sind oftmals mit hohen Kosten und entsprechendem Zeitaufwand für die An- und Rückreise verbunden. Doch auch mit geringem finanziellen und zeitlichen Aufwand lässt sich viel Wohlbefinden erzeugen und zwar in der Wellnessoase im eigenen Heim.

Das Bedürfnis nach Entspannung

Das Bedürfnis nach Erholung und Gelöstheit steigt in der heutigen schnelllebigen und aufreibenden Berufswelt immer mehr an. Um optimal Stress und Spannung abzubauen und sich davon frei zu machen, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Die einen finden beim Sport oder Yoga den optimalen Ausgleich, weniger aktive Menschen oder solche, die zum stressigen Alltag einfach einmal Entspannung suchen, im Wellness-Bereich. Wellness findet am besten dort statt, wo man sich am wohlsten fühlt: Zu Hause.

Einfache Wellness-Tipps für zu Hause

Entspannung beginnt zu Hause oftmals schon damit, dass man einmal so richtig ausschlafen kann – das heißt, so lange zu schlafen, bis man von selbst aufwacht. Danach ein gutes Frühstück mit dem Lieblingsgebäck, frisch gepresstem Orangensaft und einer guten Tasse Kaffee. Damit steht einem optimalen Start in den Tag nichts mehr im Wege. Anschließend setzt man die Wellness dann anschließend mit einer ausgiebigen Dusche, einem Peeling oder einem heißen Bad fort. Man muss übrigens nicht immer zu zweit sein, um ein Vollbad mit Kerzenlicht und entspannender Hintergrundmusik, die für eine gelockerte Stimmung sorgt, zu genießen. Gut duftende Badezusätze oder Essenzen aus ätherischen Ölen sorgen für die optimale Rundum-Entspannung. Beispielsweise ein Vollbad mit Orangenblüten verzaubert durch seinen sinnlichen und angenehmen Duft und hat nebenbei noch eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung. Ein Orangenblüten-Vollbad eignet sich hervorragend vor einer Massage, da es die Haut besonders weich macht. Also wieso den Partner nach dem Bad nicht mit einer Massage überraschen?

Wellness-Oasen zu Hause: Entspannung der besonderen Art

Wer in seinem Heim über genügend Platz und das entsprechende Kleingeld verfügt, kann es mit der Einrichtung verschiedener Wellness-Bereiche zu einer richtigen Oase ausbauen. Eine Sauna lässt sich heute beispielsweise bereits sehr günstig beschaffen und entweder in der Wohnung oder im Keller mittels relativ einfach handzuhabendem Selbstbausatz aufstellen. Whirlpools können zudem eine Menge an Vorzügen bieten. Die Düsen des Pools verwöhnen – je nach Geschmack und Bedürfnis – mit sanften Streicheleinheiten oder einer kraftvollen Massage. Das Whirlbad schafft außerdem die perfekte Atmosphäre für Pärchen. Herz, was willst Du mehr?

Fazit

Die wohlverdiente Auszeit vom gestressten Alltag wird immer beliebter. Da man oftmals auf hektische Anfahrten und völlig überfüllte Wellness-Orte gerne verzichten möchte, fällt die Wahl immer öfter auf die entspannte und angenehme Wohlfühl-Oase im eigenen Heim.

Gesunder Schlaf: Besser Schlafen, aber wie?

Schlafen zählt genauso wie Essen, Trinken und Atmen zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Der Mensch verbringt in etwa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen. Ein gesunder Schlaf ist Voraussetzung für ein gesundes Leben, denn nur beim Schlafen kann sich der Mensch erholen und regenerieren. Bleibt dieser gesunde Schlaf aus, hat dies für den Körper über kurz oder lang schwere gesundheitliche Folgen. Schlafstörungen werden oftmals als Bagatelle abgetan. Doch sind sie wirklich so ungefährlich?

Das Schlafbedürfnis des Menschen

Während des Schlafes baut der Mensch Anspannung ab und regeneriert sich von den verbrauchten Energien tagsüber. Der Schlafbedarf ist dabei von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Ein Säugling beispielsweise schläft ungefähr 16 Stunden pro Tag. Kleinkinder schlafen zwischen 11 und 12 Stunden täglich, Jugendliche kommen mit rund 9 Stunden pro Tag aus, Erwachsene brauchen im Schnitt 8 Stunden Schlaf pro Tag und Menschen ab dem 50. Lebensjahr benötigen nur noch rund 6 Stunden Schlaf täglich. Diese Zahlen entsprechen dem Ideal, doch ein gesunder Schlaf ist leider nicht selbstverständlich. Rund 30% der Europäer klagen über ernstzunehmende Schlafstörungen.

Ursachen für schlechten Schlaf

Oftmals sind die Ursachen für schlechten Schlaf psychischer Natur. Belastungen und Probleme des Tages werden mit in die Nacht oder in den Schlaf genommen und sorgen weiter für Ärger. Schweres, belastendes Essen am späteren Abend können ebenso massiv dazu beitragen, dass man schlecht ein- und durchschläft. Weiters sollte darauf geachtet werden, dass das Schlafzimmer nicht überhitzt ist. Eine Raumtemperatur zwischen 17 und 20°C sind ideal für einen optimalen Schlaf. Kurzes Lüften vor dem Zubettgehen sorgt ebenfalls für einen besseren Schlaf. Die Matratze im Bett spielt für einen guten Schlaf eine ebenso entscheidende Rolle wie ein gutes Raumklima. Lärmquellen im Schlafraum sollten ebenso nach Möglichkeit minimiert werden.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Schlafstörungen werden oftmals nicht ernst genommen, dabei sorgen sie für ernsthafte, gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, geschwächtes Immunsystem, Übermüdung und Abfall der Leistungsfähigkeit. Doch dem kann man schon mit einigen Veränderungen Einhalt gebieten. Man stimmt sich in idealer Weise auf den Schlaf ein, wenn man den Abend entspannend gestaltet. Beruhigende Musik, ein entspannendes Vollbad mit Kerzenschein oder das Anwenden von Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung sorgen dafür, dass sich Körper und Geist erholen und gut auf den Schlaf einstimmen. Sollten jedoch eigene Versuche, den Schlaf zu verbessern nicht zum gewünschten Erfolg führen, sollte unbedingt ärztlicher Rat konsultiert werden.

Fazit

Das lebensnotwendige Grundbedürfnis des Menschen – der Schlaf – wird oftmals unterschätzt. Ein gesunder 8-Stunden-Schlaf ist nicht für jeden Menschen selbstverständlich. In der heutigen hektischen Zeit, klagen immer mehr Menschen über Schlafprobleme. Alltagssorgen und Stress tun oft ihr Übriges dazu, um dafür zu sorgen, dass der Schlaf nicht mehr das ist, was er sein sollte, nämlich eine Tankstelle für den Körper. Sollte man damit ein ernsthaftes Problem haben, sorgen gezieltes Schlaftraining oder aber auch ärztliche Unterstützung für Abhilfe.

Depressionen: Wenn die Seele krank wird

Vor allem in den letzten Jahren hört man immer öfter von Depressionen. Tatsächlich leidet mittlerweile jeder fünfte Erwachsene an mehr oder weniger starken Depressionen. Aber was hat es eigentlich mit dieser Krankheit auf sich?

Woran lässt sich eine Depression erkennen?

Eine echte Depression zu erkennen, ist gewiss nicht einfach. Stimmungsschwankungen sind normal und Trauer – beispielsweise nach einem Todesfall – durchaus gewöhnlich. Auch viele Menschen, die in den Wintermonaten über ein gestörtes Wohlbefinden klagen, sind nicht zwangsläufig von einer Depression betroffen.

Scheint betroffenen Menschen jedoch der gesamte Alltag als Überforderung, fehlt der Antrieb für jede Beschäftigung und erscheint die gesamte Umwelt grau und freudlos, kann das der erste Hinweis auf eine echte Depression sein.

Weitere Folgen einer Depression

Liegt eine Depression vor, so wird das allgemeine Empfinden des Betroffenen sehr negativ. Grundsätzlich werden alle Umstände und Abläufe pessimistisch gesehen und frohe Botschaften kritisch hinterfragt. Viele Betroffene leiden zudem unter Angstzuständen und machen sich selbst oft haltlose Vorwürfe für bestimmte Entwicklungen. Durch diese ständige Belastung schwindet zunehmend die Konzentrationsfähigkeit und selbst leichte Entscheidungen können zum echten Problemfall werden.

Wie kann geholfen werden?

Selbsthilfe ist bei einer echten Depression kaum möglich. Hat der Betroffene erkannt, dass er krank ist, so sollte er schnellstmöglich die Hilfe eines Experten in Anspruch nehmen. Depressionen sind grundsätzlich sehr gut behandelbar, die Form der Behandlung hängt allerdings vom persönlichen Krankheitsbild des Einzelnen ab. Neben einer gründlichen Ursachenforschung kommen hier oft Gesprächstherapien in Einzel- oder Gruppenform zum Einsatz. Ergänzend können depressive Verstimmungen auch medikamentös behandelt werden. Entscheidend ist dennoch die Ursachenforschung, um das Risiko einer erneuten Krankheit zu minimieren.

Fazit

Die Depression hat sich mittlerweile zu einer echten Volkskrankheit gemausert. Sicher tragen das veränderte Verständnis und die Anerkennung der Depression als Krankheit wesentlich dazu bei. Wer eine Depression an sich erkennt, hat gute Chancen, diese zu heilen. Durch verschiedene Therapiemuster lassen sich heute hervorragende Therapieergebnisse erzielen. Der Weg zum Fachmann ist allerdings unerlässlich.

Bluthochdruck: Die Volkskrankheit richtig behandeln

Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten in den westlichen Ländern. Obwohl man ihn heute schon sehr gut behandeln kann, tritt oft trotz Therapie keine Besserung ein. Auf welche Faktoren kommt es an, damit der Blutdruck in normale Bahnen zurückgeht?

Bluthochdruck hat gesundheitliche Folgen

Wenn medizinische Eingriffe dauerhaft keine Wirkung zeigen, müssen die Ursachen dafür erforscht werden. Das gilt für alle Krankheiten genauso wie für den Bluthochdruck. Denn rund jeder zehnte Patient leidet trotz intensiver medizinischer Behandlung weiter unter einem zu hohen Blutdruck.

Zu hoher Blutdruck ist auf Dauer schädlich, denn es drohen Folgeschäden an Augen, Nieren, Herz- und Gehirngefäßen. Schlimmste Konsequenz kann ein Schlaganfall oder Herzinfarkt sein. Wenn also die angeordnete Therapie nicht hilft, dann sollte intensive Ursachenforschung betrieben werden.

Medikamente richtig einnehmen

Damit eine Behandlung gegen Bluthochdruck überhaupt erfolgreich sein kann, müssen die verordneten Präparate täglich regelmäßig eingenommen werden. Da der Bluthochdruck allerdings keine Krankheit ist, die man immer spürt, nehmen viele Patienten die Einnahme auf die leichte Schulter. Sie vergessen einfach hin und wieder die Einnahme. Andere Patienten setzen ein Medikament eigenhändig wieder ab, weil Nebenwirkungen wie Schwindel und Müdigkeit Probleme bereiten. Derartige Erscheinungen sind bei der Behandlung von Bluthochdruck allerdings normal und verschwinden nach wenigen Tagen.
 
Medikamente zur Senkung des Bluthochdrucks sollten auch nicht abgesetzt werden, wenn der Bluthochdruck wieder „normal“ ist. Man ist dann nicht geheilt, sondern genießt lediglich die Wirkung des Medikaments.

Was die Wirkung beeinflusst

Auch bei fachgerechter Anwendung kann es passieren, dass der Blutdruck hoch bleibt. Es gibt zahlreiche verschiedene Medikamente, die unterschiedlich wirken. Oftmals muss zunächst herausgefunden werden, welches Medikament bei welchem Patient am besten wirkt. In manchen Fällen führt auch eine Kombi-Therapie zum Erfolg.

Die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten ist ein weiterer Punkt, der berücksichtigt werden muss. Sie kann ebenfalls dazu beitragen, dass die gewünschte Wirkung nicht erreicht wird. Der behandelnde Arzt sollte daher über alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden, informiert sein.

Fazit

Gründe, warum verschriebene Medikamente gegen Bluthochdruck keine Wirkung zeigen, gibt es viele. Aber auch die Lebensweise sollte angepasst sein. Regelmäßig leichte Bewegung und eine Ernährung, die möglichst ohne Alkohol auskommt, sind wichtige Bestandteile. Übergewicht sollte zudem langfristig abgebaut werden. Auf diese Weise unterstützt man den Blutdruck auf ganz natürliche Weise, schnell wieder in seine richtigen Bahnen zu kommen.

Herbstdepression – Wieso die kühlere Jahreszeit aufs Gemüt schlägt

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, der Herbst (Herbstdepression) klopft leise an die Türen. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Für all jene, die am sogenannten „Herbstblues“ leiden -  unter den Experten auch als „saisonal abhängige Depression (SAD) bekannt – beginnt eine Zeit der Trübsal. Besonders davon betroffen sind Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren. In Mitteleuropa sind mittlerweile 20% von SAD betroffen, rund 5% davon leiden sogar an einer schweren Form der Herbstdepression.

Symptome und Ursachen

Die häufigsten Symptome von SAD sind: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Heißhunger auf Süßes und Kohlehydrate. Ursache für diese Erscheinungen ist der Mangel an Licht sowie die kälteren Temperaturen. Licht wirkt sich auf die Produktion von Hormonen im Körper aus. So werden z.B. unter Einfluss von Licht Endorphine – auch als Glückshormone bekannt – gebildet und der Nervenbotenstoff Serotonin ausgeschüttet, der die Stimmung aufhellt. Bei Mangel an Licht kann es zu entsprechenden Mangelerscheinungen im Körper kommen. Somit ist Licht und Sonne für den menschlichen Körper sehr wichtig. Jemand der an SAD leidet, sollte sich jedoch keineswegs kampflos zurückziehen.

Was man gegen die Herbstdepression tun kann

Wenn man zu den Menschen gehört, die in den ersten kühleren Spätsommertagen bereits dem Sommer hinterher trauern und der kalten Jahreszeit mit Unbehagen entgegen sehen, sollte man sich ganz bewusst mit den positiven Seiten der kommenden Monate beschäftigen. Jede Jahreszeit hat seinen Reiz. Wieso den wunderschönen, bunten Herbst nicht mit der Familie oder Freunden beim gemeinsamen Drachensteigen, Sammeln von bunten Blättern oder Kastanien und Basteln verbringen?

Eine andere Möglichkeit der Herbstdepression zu entfliehen wäre, seinen Partner mit einem wohltuenden Wellness-Wochenende zu überraschen. Sind die finanziellen Mittel begrenzt, kann man es sich auch zu Hause in der Badewanne mit Zusätzen aus Orangen, Mandarine oder Zimt gemütlich machen. Sehr empfehlenswert sind auch regelmäßige Spaziergänge in freier Natur. Diese sollen bessere Wirkung zeigen als so manche Medikamente. Aber auch die richtige Ernährung ist wichtig. Buntes, frisches Obst und Gemüse heben die Stimmung.

Fazit

Nicht jeder freut sich auf die kühlere Jahreszeit. Wenn man als betroffene Person unter der Herbstdepression leidet, muss man lernen, seine eigenen Grenzen anzuerkennen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um dagegen anzukämpfen. Ist man allerdings nicht imstande, sich selbst aus diesem Stimmungssumpf zu ziehen, sollte man den Mut aufbringen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Es stimmt: Lachen ist gesund!

Ob Kichern oder laut: Lachen hat nachweislich positive Eigenschaften auf unseren Körper und auch auf unser Umfeld. Nur was bewirkt unser Lachen eigentlich konkret?

Wenn wir lachen

Lachen ist schon seltsam: Es überkommt uns mit einem Mal und beansprucht den ganzen Körper. Es sind rund 80 Muskeln, die nun angespannt werden. Forscher haben herausgefunden, dass zwei Minuten intensives Lachen genau so hilfreich für den Körper sein können, wie 20 Minuten Joggen. Die Lunge nimmt beim Lachen die dreifache Menge Sauerstoff auf, die Blutgefäße weiten sich und der Kreislauf kommt in Trab.

Auch seelisch hilft uns das Lachen. Wer ausgiebig gelacht hat, wird sich anschließend deutlich besser fühlen, Sorgen und Ängste werden kleiner. Das Lachen wirkt ausgesprochen befreiend und baut zudem die negativen Stresshormone ab.

Lachen macht sympathisch

Es stimmt, Lachen ist ansteckend. Wer lacht, kommt auch beim Gegenüber schneller und besser an. Sieht man einen lachenden Menschen, so werden die Spiegelneuronen im Gehirn aktiviert, durch die das Gefühl des Gegenübers sozusagen miterlebt wird. Die Folge: Man beginnt selbst zu lachen.

Natürlich wirkt nicht nur lautes Gelächter positiv. Auch ein kurzes Lachen während eines Gesprächs kann Positives bewirken. Dieses kurze Lachen wird als kommunikatives Signal verstanden und vermittelt dem Gegenüber das Gefühl von Interesse. Lachen ist also durchaus ein Mittel, das zwischenmenschliche Beziehungen verbessern kann.
 
Lachen macht also sympathisch, zumindest wenn es echt ist. Kein Wunder, dass sich die meisten Menschen einen Partner mit Humor wünschen.

Unterschiede bei den Geschlechtern

Das Lachen bei Mann und Frau unterscheidet sich ganz deutlich in der Tonhöhe. Während der Mann in tiefen Frequenzen lacht, liegen die Töne bei der Frau deutlich höher. Auch die Ursachen des Lachens sind andere. Während Männer gern über derbe Witze lachen, ist bei Frauen eher der feinwitzige Humor gefragt.

Nachweislich lachen Menschen, die in ihrem Leben sehr strukturiert sind, besonders gern über Vorurteils-Witze, beispielsweise Blondinen-Witze. Kreative Menschen bevorzugen eher „unsinnige“ Witze.

Wer sich mit dem Lachen schwer tut, kann es tatsächlich lernen, etwas Training ist allerdings notwendig. Auf diese Weise kommt man nicht nur bei seinen Mitmenschen besser an, sondern lebt glücklicher und zufriedener.

Fazit

Kaum einer macht sich eine Vorstellung darüber, was beim Lachen eigentlich passiert. Es macht glücklich und sympathisch. Vielleicht sollte man sich gar nicht zu sehr mit den konkreten Wirkungen auseinandersetzen, sondern einfach nur lachen!

Inkontinent: Inkontinenz richtig behandeln

Inkontinenz gehört zu den häufigsten Leiden der Bevölkerung. Millionen Frauen haben das gleiche Problem, scheuen aber oftmals den Weg zu Arzt, da das Problem zu peinlich erscheint. Dabei lässt sich Inkontinenz oftmals sehr gut behandeln.

Was ist Inkontinenz?

Bei der sogenannten Harninkontinenz hat der Körper die Fähigkeit verloren, den Inhalt der Blase sicher festzuhalten und ihn kontrolliert auszuscheiden. Die Folge ist immer wiederkehrender und ungewollter Verlust von Urin. Dieser Zustand ist für viele betroffene Frauen derart peinlich und psychisch belastend, dass sie sogar den Weg zum Arzt scheuen. Dabei kann er helfen, eine Verschlimmerung zu vermeiden oder die Inkontinenz zu lindern.

Wie entsteht Inkontinenz?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen der Inkontinenz. Die Belastungsinkontinenz beruht auf einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und kann beispielsweise nach einer Schwangerschaft auftreten. Die Gebärmutter senkt sich nun ab und drückt beim Niesen, Lachen oder Husten auf die Blase. Die Dranginkontinenz entsteht durch eine überempfindliche Blasenmuskulatur. Schon kleinste Ansammlungen von Urin in der Blase verursachen einen derart starken Harndrang, dass der Betroffene nicht mehr an sich halten kann. Auch Erkrankungen des Nervensystems oder eine beginnende multiple Sklerose können Ursache für Inkontinenz sein. 

Inkontinenz therapieren

Um die Inkontinenz zumindest zu lindern, ist der Weg zum Arzt unausweichlich. Er erforscht zunächst die Ursache der Inkontinenz, um dann eine gezielte medikamentöse Behandlung einzuleiten. Bei der Belastungsinkontinenz kommen beispielsweise Medikamente in Betracht, die die Spannung der Beckenmuskulatur erhöhen. Bei der Dranginkontinenz können unter anderem Anticholinergika verwendet werden, die die Reizbarkeit der Blase absenken. Als Folge hat der Betroffene deutlich weniger oft einen Harndrang.

Operative Eingriffe

Lediglich bei der Belastungsinkontinenz kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein. Dabei wird die Blase durch besondere Bänder so fixiert, dass sie durch die Gebärmutter nicht mehr herunter gedrückt und gequetscht werden kann. Ein derartiger Eingriff kann heutzutage über die Schlüsselloch-Methode realisiert werden.

Bei der Dranginkontinenz kann eine Art „Blasen-Schrittmacher“ helfen. Auch eine Behandlung mit dem Nervengift Botox kann durchaus Erfolge zeigen. Dieses Gift hat die Aufgabe, die Blasenmuskeln zu lähmen und somit den Harndrang zu senken. Dieser Eingriff muss allerdings spätestens nach einem Jahr wiederholt werden.

Eigeninitiative

Gesunde Ernährung schützt auch vor Inkontinenz. Durch den Verzehr zahlreicher Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse erleichtert den Stuhlgang und schont auf diese Weise auch die Blase. Ausreichend Flüssigkeit ist das A und O eines gesunden Körpers und tut auch der Blase gut. Die tägliche Menge sollte immer bei rund zwei Litern liegen – auch Kaffee zählt dazu! 

Speziell für die Belastungsinkontinenz kann ein Beckenbodentraining sehr gute Ergebnisse liefern. Die geschwächten Muskeln werden dabei gezielt trainiert und gestärkt. Die Einführung in derartige Gymnastiktechniken führt beispielsweise ein Physiotherapeut durch, die dauerhafte Umsetzung erfolgt dann im privaten Umfeld.

Fazit

Inkontinenz ist sicher eine heikle Angelegenheit und für viele betroffene Frauen ein ernsthaftes psychisches Problem. Dennoch sollte man auf den Arztbesuch nicht verzichten. Durch verschiedene Maßnahmen lässt sich die Inkontinenz deutlich lindern oder sogar völlig beseitigen.

Der Schlaganfall – Richtig Erkennen und Leben retten

Strahlender Himmel, pralle Sonne und keine Spur einer Wolke – das ideale Wetter für ein Grillfest im Kreise der Familie. Es wird gelacht, getrunken und die Kinder spielen im Garten. Opa will aufstehen, um sich noch etwas vom Grill zu holen, doch plötzlich sackt er zusammen. Auf die Frage, ob ihm etwas fehlt, kann er nur mit unverständlichem Kauderwelsch antworten. Aufgrund des vermeintlichen Sonnenstichs trägt man den Großvater in das Haus, damit er sich geschützt von der Sonne erholen kann. Ein paar Stunden später ist Großvater tot. Gestorben an einem Schlaganfall.

Was passiert beim Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall wird die Durchblutung des Gehirns massiv, beziehungsweise vollständig blockiert. Durch die mangelnde Versorgung des Gehirns mit Blutsauerstoff beginnen in der betroffenen Region die Gehirnzellen abzusterben. Auslöser dieser Sauerstoffunterversorgung können Blutgerinnsel sein, die die Arterien des Gehirns blockieren (Thrombose) oder durch Arterienverengungen durch Gefäßablagerungen (z.B. Arteriosklerose). Durch das Absterben von Nervenzellen in betroffenen Gehirnregionen können sich die unterschiedlichsten Symptome bemerkbar machen.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Die präzise Diagnose, ob ein Schlaganfall vorliegt, kann nur von einem Mediziner erstellt werden. Jedoch gibt es signifikante Anzeichen, bei deren Auftreten sofort der Notarzt verständigt werden sollte.

  • Wenn die betroffene Person nicht in der Lage ist, einen einfachen Satz zu bilden oder auf einfache Anweisungen (Zunge herausstrecken, Augen schließen) nicht reagiert.
  • Wenn die Mimik beeinträchtigt ist (Eine Gesichtshälfte scheint bewegungslos).
  • Wenn die Person nicht in der Lage ist, beide Arme zu heben bzw. ein Arm nach kurzer Zeit absackt.

Sollte eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, sollte man sofort den Notarzt verständigen und folgende Erstversorgungsmaßnahmen einleiten:

  • Beengende Kleidungsstücke entfernen und für eine optimale Sauerstoffzufuhr sorgen (Fenster öffnen).
  • Den Oberkörper des Betroffenen hoch lagern (etwa 30 Grad) oder bei Übelkeit und Erbrechen in stabile Seitenlage bringen.
  • Etwaige Zahnprothesen oder Brücken entfernen, um die Atemwege freizuhalten.
  • Herzschlag, Puls und Atemfrequenz kontrollieren.
  • Für ein absolut ruhiges Umfeld sorgen.

Medizinische Fortschritte

Obwohl die Sterblichkeitsrate unter den Schlaganfallpatienten in den letzten 30 Jahren signifikant gesunken ist, liegt die „Todesursache Schlaganfall“ immer noch auf Platz drei der weltweiten Mortalitätsstatistiken. Weltweit sterben ca. 12 Menschen pro Minute an den Folgen eines Schlaganfalls. Mittlerweile existieren in fast allen größeren Kliniken so genannte „Stroke Units“ – das sind spezielle Abteilungen zur akuten Behandlung von Schlaganfällen – in denen mittels Laserbehandlung die blockierenden Blutgerinnsel aufgelöst werden und die Blutzufuhr zum Gehirn wieder hergestellt wird.

Bei etwaigen Folgeschäden ist eine Rehabilitation in speziellen Einrichtungen notwendig, um die durch die Schädigungen verloren gegangenen Fähigkeiten wieder zu erlernen.

Vorbeugung

Um sein Schlaganfallrisiko zu senken sollte man sich bewusst ernähren, sich mindestens 1 Stunde pro Tag an der frischen Luft bewegen, auf Nikotin verzichten, Übergewicht reduzieren  und Stress vermeiden.
 
Diese Ratschläge zu beherzigen ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht einfach, aber wenn man sich das Zitat von Goethe „Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben“ vor Augen hält, dann sollte einem bewusst werden, welche Auswirkungen ein Schlaganfall haben kann.

Infrarot-Wärmekabine – Heilsamer als Saunieren

Sie sind aus ausgesuchtem, kanadischen Zedernholz (Infrarot-Wärmekabine), resistent gegen Bakterien sowie Schimmel und produzieren die gleiche Wärme wie unser Sonnenlicht. Die Rede ist von Infrarot-Wärmekabinen, die besonders in kalten und trüben Monaten sowohl geistig als auch körperlich für angenehmes Wohlbefinden sorgen.

Was sollte beachtet werden?

Die Dauer einer Sitzung beträgt 30 Minuten und die Temperatur ist individuell einstellbar. Erst gegen Mitte der Sitzungsdauer setzt das starke Schwitzen ein, denn so lange benötigt Ihr Körper um durchgehend warm zu werden. Wenn die ausgewählte Temperatur als zu hoch empfunden wird, darf ruhig kurz gelüftet werden. Duschen Sie nach Beendigung nicht sofort kalt, die abrupte Abkühlung könnte sonst zu einem Verkrampfen der Muskulatur führen. Lassen Sie Ihren Körper am besten selbst abkühlen und vergessen Sie nicht auf ausreichendes Trinken.

Patienten mit Gürtelrose oder lymphatischem Krebs dürfen die Infrarot-Kabine nicht benutzen. Auch bei akuten Gelenksverletzungen ist die Benützung nicht zu empfehlen. Im Fall chirurgischer Implantate wie Schrauben, Platten oder Gelenke müssen Betroffene ausprobieren, ob eine Sitzung mögliche Schmerzen hervorruft. Ansonsten kann die Kabine von jedermann verwendet werden – sogar kreislaufschwächere Anwender haben bei geringer Temperatur meist keinerlei Probleme.

Heilsamer als Saunieren

Medizinisch geprüfte Infrarot-Wärmekabinen weisen ein besonderes, und nur dadurch wirksames Zusammenspiel von Strahlenelementen, Kabinenraumvolumen und Holzart auf. Das System sendet die infrarote Energie möglichst genau auf der Energiefrequenz des menschlichen Körpers aus. Aufgrund der Tiefenwirkung kommt es – anders als beim Saunieren – zu intensivem Heilschwitzen. Dabei sind Schweißmenge und Intensität bis zu dreimal höher als bei einem herkömmlichen Saunabesuch wie z.B. in der finnischen Holzblock-Sauna.

Anstatt Hitze als symbolische Decke über die Haut zu legen, dringt die Strahlung unter die Hautoberfläche in den Körper ein. Die Wärme wird dann über die Blutbahnen und Lymphströme bis zu den inneren Organen geleitet. Dadurch werden Muskeln und Organe zu einer höheren Aktivität stimuliert. Als Folge beginnt man zu schwitzen und die innere Körpertemperatur steigt an. Sie verbessern so die Durchblutung Ihrer Muskeln, erhöhen den Blutumlauf und scheiden Abfallstoffe wie Fett, Talg oder toxische Stoffe durch die Haut aus.

Infrarote Strahlen gegen zahlreiche Beschwerden

Durch die porentiefe Reinigung wird das Heilschwitzen von Hautärzten sowohl gegen verschiedenste Hautprobleme, als auch – begleitend zu anderen Maßnahmen – gegen Cellulite empfohlen.

Nicht nur Menstruationsprobleme können durch die krampflösende Wirkung schnell gelindert werden, sondern auch Muskel-, Gelenksschmerzen, Rheuma, Arthritis und Verspannungen werden durch eine bis zu 30 Prozent gesteigerte Durchblutung deutlich verringert.

Gegen Erkältung oder Muskelkater wirkt die Infrarot-Kabine vorbeugend, da sich Ihre Körpertemperatur erhöht.

Begleitend zu einer Behandlung durch den Facharzt, können Stirn-, Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen ebenso wie Migräne, Hals- oder Kopfschmerzen gelindert werden.

Bei Winterdepressionen oder Stimmungsschwankungen kann eine Sitzung mit Infrarot-Bestrahlung ebenso helfen, da es erwiesenermaßen zur Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) kommt.

Auch Gefäßerkrankungen können positiv beeinflusst werden, da das Aufwärmen mit Infrarotstrahlen gefäßerweiternd wirkt und zu einer Zunahme der Blutzirkulation führt.

Nicht zuletzt haben Sie neben einer gesunden Ernährung die Möglichkeit, Ihr Gewicht zu kontrollieren: Pro Sitzung werden nämlich durch die erhöhte Muskel- und Organtätigkeit bis zu 600 kcal verbraucht – mehr als beim Walken oder Jogging.

Worauf warten Sie also noch? Gönnen Sie sich eine Sitzung – durch die entspannende Wärme, dem sanften Licht und dem wohltuenden Duft ätherischer Öle können Sie Stress schnell und vor allem wirksam abbauen!

Bio-Feedback – Bekommen Sie die Krankheit in den Griff

Sie leiden unter Migräne, Rückenschmerzen oder Stress (Bio-Feedback) und haben bereits die verschiedensten Methoden zur Bekämpfung der jeweiligen Symptome ausprobiert? Dann bietet Ihnen Bio-Feedback – eine psycho-physiologische Verhaltenstherapie – die Möglichkeit, Ihre Schmerzen und Ängste ganz ohne Medikamente zu beeinflussen. So lernen Sie verschiedene biologische Funktionen durch den eigenen Willen positiv zu verändern.

Wie funktioniert Bio-Feedback?

Beim Bio-Feedback werden Elektroden am Körper angebracht, um verschiedenste Körperfunktionen wie z.B. Blutdruck, Herzfrequenz, Muskelspannung oder Aktivität der Muskeln zu messen. Die Elektroden sind über Kabel mit einem Computer verbunden, der die Messungen dann in klare optische bzw. akustische Signale umsetzt. Dem Patienten werden auf diese Weise die Signale seines Körpers bewusst und er kann sie dadurch künftig leichter steuern.

Behandlungsablauf

Zu Beginn wird in einem Vorgespräch geklärt, welche Beschwerden im Detail vorliegen. Danach wird der Patient an die Elektroden angeschlossen und begibt sich in eine entspannte Position. Nun kann man gemeinsam mit dem Therapeuten beobachten, welche Reaktionen sich bei Muskelanspannung oder diversen Denkmustern am Monitor zeigen. Leidet man z.B. an Rückenschmerzen, kann direkt beobachtet werden, in welchen Situationen man seine Muskeln anspannt. Zusätzlich bekommt man auch ein Gefühl dafür, wann die Muskulatur entspannt ist. In der Folge lernt der Betroffene diese Änderungen früh genug wahrzunehmen – noch bevor sich schmerzhafte Verspannungen überhaupt einstellen. Der Patient bekommt also schon während der Behandlung eine direkte Rückmeldung (Feedback) auf seine körperlichen Reaktionen.

Mögliche Ursachen

Wenn wir in bestimmten Situationen Angst oder Stress empfinden, verändern sich automatisch Atem- bzw. Pulsfrequenz, der Blutdruck oder auch die Körpertemperatur. Hat der Patient z.B. Angst vor dem Zahnarzt soll er sich gedanklich auf den Bohrer konzentrieren. Daraufhin sieht er auf dem Monitor, wie sich die Körperparameter verändern. Nun passiert etwas Interessantes: Der Betroffene lernt über das Beobachten seiner Körperwerte z.B. seinen Blutdruck in den Griff zu bekommen, indem er die Kurve auf dem Bildschirm gedanklich positiv beeinflusst. Das funktioniert zwar nicht immer beim ersten Versuch auf Anhieb – doch nach etwa zehn Sitzungen beherrschen die meisten Patienten diese Technik ohne Hilfsmittel. Kindern fällt der Ablauf vielfach noch leichter, da sie besser visualisieren können.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Bio-Feedback wird erfolgreich bei Blasenschwäche, Bluthochdruck, Rückenschmerzen, funktionellen Herzbeschwerden, Migräne, Tinnitus, Schlafstörungen, Ängsten oder Stress angewandt. Wichtig dabei ist, einen qualifizierten Therapeuten zu finden, der sich mit organischen Erkrankungen auskennt. Außerdem sollte man während der Behandlung niemals alleine gelassen werden. Eine Sitzung kostet je nach Aufwand ab 80 Euro. Auf Anfrage beteiligt sich auch die Krankenkasse an den Kosten.

Gerade wenn man schon viele Medikamente erfolglos probiert hat, kann Bio-Feedback eine willkommene Alternative darstellen. Probieren auch Sie diese sanfte aber hochwirksame Verhaltenstherapie aus und denken Sie sich Ihre Schmerzen einfach weg!

Diabetes mellitus – Formen der Erkrankung

Immer mehr Menschen in Deutschland und den benachbarten Ländern leiden an Diabetes. Die Dunkelziffer hat die Millionengrenze längst überschritten – jährlich werden tausende von neuen Fällen diagnostiziert. Die Mehrzahl der Patienten erkrankt am Diabetes Typ 2, wobei dies immer jüngere Personen betrifft. Experten erwarten in den nächsten Jahren noch eine weitere Verschärfung der Entwicklung. Es wird befürchtet, dass die Erkrankung massenhaft auftritt und dadurch sowohl Ärzte als auch das gesamte Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stellen wird. Wo muss man also ansetzen, um bereits mit präventiven Maßnahmen langfristig vorbeugen zu können? Neueste Studien belegen, dass besonders Sport und Bewegung als „Medizin“ gegen Diabetes gesehen werden kann.

Formen der Erkrankung

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Diese erhöhten Werte wiederum können Folgeerkrankungen an den Augen, Nieren, Herz, Gefäßen, Gehirn und Nervensystem verursachen.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Formen: Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin und tritt bereits im Kindes- oder Jugendalter auf. Körpereigene Abwehrstoffe zerstören dabei die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Typ-2-Diabetes entsteht einerseits durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin, andererseits führt eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einer Art Erschöpfung der Insulin produzierenden Zellen. Dieser Typ wird auch als Altersdiabetes bezeichnet, betrifft heutzutage aber immer häufiger auch stark übergewichtige Jugendliche. LADA-Diabetes (Latent Autoimmune Diabetes of Adults) ist eine neu entdeckte Form des Diabetes mellitus. Betroffen sind vor allem Personen über 25 Jahre. Diese Form, die ansonsten alle Merkmale eines Typ-1-Diabetes aufweist, lässt sich über mehrere Monate bis Jahre mit Diäten oder Tabletten behandeln.

Lebensstiländerung vor medikamentöser Behandlung

Laut Experten könnten 40 bis 60 Prozent der Diabetes-Typ-2-Erkrankungen verhindert werden. Dazu müsste nur der jeweilige Lebensstil frühzeitig geändert werden. Gewichtsreduktion, Kontrolle von Blutfettwerten und Blutdruck, fettärmere Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft sind wichtige erste Schritte zur Vorbeugung.

Gerade der Bereich Sport und Bewegung gewinnt nach neuesten Erkenntnissen zunehmend an Bedeutung. Eine Intervention mit aeroben Training und Gewichtsverringerung zeigte gegenüber herkömmlicher Behandlung innerhalb von vier Jahren eine Verringerung des Auftretens von Diabetes um 58 Prozent.

Erst wenn der HbA1c-Wert trotz Lebensstiländerung nicht unter sieben Prozent fällt, muss der Blutzucker mit Medikamenten eingestellt werden. Reichen in weiterer Folge sogenannte Mono- bzw. Kombinationstherapien auch nicht aus, sollte eine Insulinbehandlung folgen.

Gerade im Bereich der Erziehung sind Eltern in unserer schnelllebigen Mediengesellschaft gut beraten, auf die Ernährung ihrer Sprösslinge zu achten und Bewegung vorzuleben.

Wer von frühesten Kindesbeinen an seinen Körper durch spielerische Bewegung fördert, wird zu einer sehr großen Wahrscheinlichkeit nie „Bekanntschaft“ mit Diabetes machen.

Morbus Parkinson – Symptome und Verlauf

Der berühmte Boxer Muhammad Ali, Country-Legende Johnny Cash und Papst Johannes Paul II. – all diese Persönlichkeiten leiden bzw. litten an Morbus Parkinson. Michael J. Fox hat diese leider bis dato unheilbare Krankheit sogar bereits im relativ zarten Alter von nur 30 Jahren ereilt. Das Schicksal des heute 46-jährigen kanadischen Schauspielers ist aber gottlob ein recht seltenes. Die meisten von dieser neurologischen Erkrankung erstmals Befallenen findet man im Alter von 55 bis 65.

Dopamin-Mangel löst Bewegungsstörungen aus

Bei der nach dem englischen Arzt James Parkinson (1755-1824) benannten Krankheit handelt es sich um eine Bewegungsstörung, die durch den Funktionsverlust bestimmter Gehirnzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, ausgelöst wird. Dopamin ist u.a. für die Bewegungsabläufe im Körper zuständig. Die verminderte Dopamin-Produktion löst ein Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Botenstoffen aus. Die Ursache für den Ausbruch des Morbus Parkinson hingegen ist weitgehend ungeklärt. Es wird u.a. vermutet, dass die Genetik oder auch Umweltgifte eine Rolle spielen könnten.

Symptome und Verlauf der Parkinson-Erkrankung

Morbus Parkinson beeinträchtigt den Körper mehr und mehr in seiner Bewegung, hat jedoch rein gar nichts mit einer Einschränkung des Geistes zu tun. Die Krankheit äußert sich in der Versteifung der Muskulatur, Zittern im Ruhestand, Verlangsamung der Bewegungen und Störung der aufrechten Haltung. Probleme beim Schreiben und Sprechen treten aufgrund der Bewegungseinschränkung der Muskel ebenso auf. Die Geschicklichkeit lässt nach, die Mimik wird eingeschränkt. Die Sprache wird eintönig und leise, der Gang langsam und kleinschrittig.  Die Arme schwingen beim Gehen nicht mehr mit, die Handschrift wird kleiner.

Im fortgeschrittenen Stadium wird leider auch das vegetative Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen: Blasenprobleme treten auf sowie Probleme mit vermehrter Schweiß- und Speichelproduktion, Verstopfung und Blutdruckschwankungen. Nicht unverständlich, dass dabei auch Depressionen und Sexualfunktionsstörungen entstehen können. Durch Gleichgewichtsstörungen läuft zudem manch Betroffener Gefahr, hin zu fallen. Darüber hinaus kommen oft Wirbelsäulenprobleme und Bewegungsblockaden hinzu. Die Gefahr, währenddessen an einer Demenz (Gehirnleistungsstörung) zu erkranken, ist ebenfalls gegeben.

Die Symptome, deren Intensität und der Verlauf der Krankheit kann sich von Patient zu Patient sehr unterschiedlich gestalten. Zu stoppen ist die Krankheit allerdings leider nicht. Die Begleiterscheinungen jedoch sind mit Medikamenten sehr gut in den Griff zu bekommen. Die Lebenserwartung ist bei Parkinson-Kranken angeblich genauso hoch wie bei Gesunden.

Behandlungsmöglichkeiten

Je früher Morbus Parkinson behandelt wird, desto positiver wirkt sich dies auf den Krankheitsverlauf aus. Auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Medikamente verzögern den Verlauf und schwächen die Symptome ab. Zum Ausgleich des Dopamin-Mangels werden z.B. Medikamente gereicht, die allerdings erst ab einem gewissen Alter genommen werden sollten, da sich bei einer längeren Einnahme von 3 bis etwa 5 Jahren Komplikationen einstellen können, die sich in unwillkürlichen Bewegungen, wechselnden Phasen von Starre und Beweglichkeit und schmerzhaften Verkrampfungen zeigen. In manchen Fällen wird auch neurochirurgisch eingegriffen.
 
Mit Physio- und Ergotherapie kann zudem die Beweglichkeit bis zu einem gewissen Grad länger erhalten bleiben. Leichte Fitness ohne Überanstrengung, vielseitige Ernährung (u.a. Ballaststoffe) und reichlich Flüssigkeitsaufnahme hilft dem Körper des Betroffenen, mit der Krankheit besser auszukommen.

M.J. Fox: „Parkinson wird nicht siegen“

In Selbsthilfegruppen können Betroffene sich mit anderen Erkrankten und deren Angehörigen über ihre Krankheit austauschen, hilfreiche Tipps für die Bewältigung des Alltags erhalten und allgemein psychische Unterstützung finden.
 
Eingangs erwähnter Schauspieler Michael J. Fox hat u.a. im Mai 2000 eine Stiftung für die Parkinson Forschung („Michael J. Fox Foundation for Parkinson´s Research“, http://www.michaeljfox.org/) gegründet. Außerdem mischt er in der US-Politik mit, um die für Parkinson-Erkrankte so hoffnungsvolle Stammzellenforschung zu fördern. Er gibt nicht auf, an die Heilbarkeit von Morbus Parkinson zu glauben. Mit seinem Buch „Comeback. Parkinson wird nicht siegen“ schenkt er zudem Mitleidenden Mut und Hoffnung.

Schuppenflechte – chronische Erkrankung der Haut

Ein schönes Hautbild (Schuppenflechte) hat immer Saison. Es macht attraktiv, man fühlt sich wohl und nicht zuletzt trägt es eine ganze Menge zu einem gesunden Selbstbewusstsein bei. Doch was, wenn die Haut von roten, juckenden Hautstellen gepaart mit silbrig-weißen Schuppen durchzogen ist? Hierbei handelt es sich um die sogenannte Schuppenflechte, eine chronische Erkrankung der Haut, von welcher etwa zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Wie verläuft diese Krankheit und was können Betroffene dagegen unternehmen?

Wo tritt Schuppenflechte auf?

Schuppenflechte ist eine chronische Hauterkrankung, die jedoch nicht ansteckend ist. Am häufigsten findet man Hautveränderungen am Ellenbogen, am Knie, in der Gesäßspalte sowie am behaarten Kopf – meist stark juckend. Auch die Fingernägel können betroffen sein. In diesem Bereich finden häufig Veränderungen wie Einsenkungen, Verdickung der Nagelplatte oder ölfleckartige Verfärbungen statt. Die befallenen Hautstellen können sich von einzelnen, wenigen Stellen bis über den gesamten Körper ausbreiten. Bei ca. fünf bis zehn Prozent der Betroffenen treten zusätzlich zu den Hautsymptomen rheumatische Gelenkentzündungen auf. In vielen Fällen sind gerade die kleinen Fingergelenke betroffen.

Wie verläuft diese Krankheit?

Schuppenflechte kann in jedem Alter auftreten, im Säuglingsalter aber ausgesprochen selten. Meist ist dies erstmalig während der Pubertät der Fall, aber auch zwischen dem 40. Und 50. Lebensjahr kann man mit dieser Krankheit zum ersten Mal Bekanntschaft machen. Der Krankheitsverlauf ist individuell außerordentlich verschieden. Manchmal kommt es zu einer schubweisen Verschlechterung der Symptome, welche nicht selten durch besondere Belastungen wie z.B. Stress ausgelöst werden.  Ebenso kann eine Hautreizung oder Verletzung Auslöser bestimmter Symptome sein. Im Herbst und Frühjahr ist allgemein ein schlechterer Hautzustand zu beobachten.

Welche Behandlungsmaßnahmen gibt es?

Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Arzt, um festzustellen, ob es sich bei Ihren Beschwerden tatsächlich um Schuppenflechte handelt. Danach sollten weitere mögliche Therapiemaßnahmen besprochen werden. Grundsätzlich gibt es äußerlich anwendbare Medikamente, welche entweder in Tabletten- oder Infusionsform verabreicht werden sowie besondere Formen der Bestrahlung. Welche Therapie angewandt wird, richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung bzw. daran, wie gut Ihr Körper auf die verschiedenen Möglichkeiten anspricht. Die Kombination mehrerer Therapieformen ist durchaus möglich.

Tritt die gewünschte Wirkung nicht ein, kann das Behandlungsverfahren nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne gewechselt werden – dies ist in vielen Fällen hilfreich. Eine Therapie erfolgt meist nur dann, wenn gerade Beschwerden bestehen. Im symptomfreien Intervall wird die Behandlung auf Hautpflegemaßnahmen reduziert. Nur in besonders schweren Fällen wird zusätzlich eine Therapie zur Verzögerung des nächsten Schubes durchgeführt.

Dissoziative Störungen – Was bedeutet das?

Bei depressiven Menschen oder anderweitig psychisch Beeinträchtigten sind als Begleiterscheinung oft dissoziative Störungen zu beobachten. Zu den dissoziativen Störungen zählen zahlreiche verschiedene Arten der Abspaltung von der eigenen Psyche.

Formen von dissoziativen Störungen

Oftmals empfinden die Betroffenen sich selbst, ihren Körper oder die Umwelt völlig anders als sie wirklich sind. Nicht selten kommt es vor, dass der Erkrankte natürliche Bedürfnisse wie Essen und Trinken oder Gefühle wie Fröhlichkeit, Trauer oder Verzweiflung nicht mehr wahrnimmt.

Die häufigste Art der dissoziativen Störungen ist die posttraumatische Belastungsstörung, welche als Folge eines oder mehrerer Traumata auftritt. Wer unter einer solchen posttraumatischen Belastungserkrankung leidet, wird häufig von Albträumen und Schlaflosigkeit geplagt und erlebt immer wieder sogenannte Flashbacks. Bei einem Flashback werden traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit praktisch wieder erlebt – der Erkrankte sieht die Situationen vor seinem inneren Auge noch einmal komplett ablaufen und empfindet die Gefühle dieser längst vergangenen Situation noch einmal nach, was meistens in Schockreaktionen wie Panikattacken, Zittern oder Weinkrämpfen endet.

Weitere Formen der dissoziativen Störung sind die Depersonalisation und die Derealisation. Der Begriff Depersonalisation beschreibt das Gefühl der Entfremdung des eigenen Körpers. Nicht nur die eigene Persönlichkeit, sondern auch das Fühlen, Denken und Sprechen fühlt sich völlig anders an und kommt dem Erkrankten fremd und unwirklich vor. Es fühlt sich an, als würden die Gefühle, Gedanken und das eigene Verhalten nicht zum Körper gehören. Ursachen sind häufig traumatisierende Erlebnisse wie körperlicher oder psychischer Missbrauch in der Kindheit.

Unter Derealisation versteht man die Verfremdung der Umwelt, wobei Gegenstände und andere Menschen unvertraut scheinen. Oftmals werden Dinge in der Umwelt als unwirklich, farblos oder zu klein beziehungsweise zu groß empfunden. Durch eine solche Störung fällt es dem Betroffenen schwer, sich in die Umwelt und die Gesellschaft zu integrieren und Anschluss zu finden.

Bei Kindern kommt es oft vor, dass sie versuchen, vor dem Trauma zu fliehen. Sie verdrängen die Geschehnisse (z.B. sexuellen Missbrauch) so weit, dass sie später fast nichts mehr davon wissen. Diese Abwehrreaktion ist zwar in diesem Falle gut und dient zum eigenen Schutz, allerdings ist es wichtig, die traumatisierenden Ereignisse zu verarbeiten. Aus diesem Verhalten folgt in einigen Fällen eine sogenannte dissoziative Amnesie (wichtige Erinnerungen fehlen teilweise oder komplett). Ebenso resultieren aus traumatischen Erfahrungen psychosomatische Störungen oder die Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen sowie ein irreales Zeitgefühl.

Als letztes wäre die dissoziative Identitätsstörung anzuführen: Eine solche multiple Persönlichkeitsstörung beschreibt das Spalten der Persönlichkeit in mehrere (Teil-) Charaktere, darf aber keinesfalls mit Schizophrenie verwechselt werden.

Behandlung

Dissoziative Störungen können mit Hilfe unterschiedlicher Therapieformen behandelt werden. Posttraumatische Belastungsstörungen werden häufig sowohl medikamentös als auch mit einer ambulanten oder stationären Traumatherapie behandelt. Je nach Schwere der Erkrankung dauert die Genesung des Patienten unterschiedlich lang. Im Falle der Depersonalisation und der Derealisation ist es wichtig, sich mit der Grunderkrankung auseinanderzusetzen, da beide aus dieser entstehen.

Bei psychosomatischen Dissoziationen ist ein stationärer Aufenthalt in einer Klink, die auf Psychosomatik spezialisiert ist, empfehlenswert. Dort werden die eigenen Probleme Schritt für Schritt verarbeitet.

Morbus Alzheimer – Nichts ist mehr so, wie es mal war

Leichtfertig spricht man zuweilen aus, wenn man etwas vergessen hat, man leide wohl an „Alzheimer“. Was diese Krankheit jedoch wirklich bedeutet, vermögen lediglich die Betroffenen, vor allem aber auch deren Angehörige zu beschreiben. Morbus Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz-Erkrankungen bei älteren Menschen, eine Hirnleistungsstörung, die sich nur verlangsamen, aber leider bislang nicht heilen lässt.

Was im Gehirn passiert

1901 entdeckte und untersuchte (nach ihrem Tod im Jahre 1906) der deutsche Neuropathologe Alois Alzheimer an einer 51-jährigen, schwer geistig verwirrten Patientin diese „Krankheit des Vergessens“, wie er sie bildhaft und treffend nannte. Grund für diese Erkrankung, die in den meisten Fällen langsam, aber kontinuierlich und unaufhaltsam fortschreitet, sind Veränderungen im Gehirn. Vermehrte Eiweißablagerungen zwischen den Zellen blockieren die Nervenbahnen, die Hirnsubstanz schrumpft folglich durch den Zell-Abbau. Gedächtnis, Denkleistung, Sprache, Konzentration und Aufmerksamkeit des Erkrankten lassen mehr und mehr nach.

Symptome und Verlauf der Demenz-Erkrankung

Neben dem langsamen Verlust des Gedächtnisses, der Konzentration und der Aufmerksamkeit treten bei den verwirrten Patienten Unruhe und Verwirrtheit auf. Hilflosigkeit bei alltäglichen Verrichtungen stellt sich ein, Bewegungs- und Handlungsabläufe können nicht mehr richtig koordiniert werden, Dinge werden an die unmöglichsten Orte verlegt und nicht mehr wieder gefunden. Worte werden verwechselt oder Namen von Menschen oder Dingen können nicht mehr genannt werden. Es fällt dem Betroffenen schwer, Gespräche gedanklich mitzuverfolgen und zu verstehen, worum es geht. Das Kurzzeitgedächtnis setzt aus, eine Orientierungsschwäche tritt auf. Mit der Zeit verändert sich auch die Persönlichkeit des Patienten. Ein Leben ohne Betreuung und Beaufsichtigung ist nicht mehr möglich.

Der Selbsthilfegruppe „Alzheimer Angehörige Austria“ zufolge erkranken bisweilen nur etwa 1 bis 2 Prozent der unter 65-jährigen an Alzheimer, aber bereits 8 Prozent der ab 75-jährigen und bereits unglaubliche 25 bis 30 Prozent der ab 85-jährigen Menschen.

Während im Frühstadium meist nur leichte Vergesslichkeit, eine Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses, der Sprache, dem Wortverständnis und in der Orientierung zu merken ist, ist die Bewältigung des Alltages für den Betroffenen im mittlerem Stadium oft nicht mehr denkbar. Zusätzliche körperliche und psychische Belastungen wie Blasenschwäche (Inkontinenz), Angstzustände, aber auch Wahnvorstellungen und Depressionen  treten auf. Im Endstadium bedarf der Erkrankte einer durchgehenden Pflege und ständiger Aufsicht. Er kann sich an beinah nichts mehr erinnern und sich kaum noch gezielt bewegen.

Behandlung: Je früher, desto besser

Eine frühzeitige Diagnose ist bei Morbus Alzheimer überaus wichtig. Je früher man die Krankheit mit Medikamenten und Therapien abfängt, umso eher lässt sich der Verlauf verzögern. Neurologen in Memory Kliniken und Gedächtnisambulanzen unterstützen Betroffene mit medikamentöser Behandlung aber auch nichtmedikamentösen Therapien wie u.a. Ergo-, Physio-, Psycho- und sogar Musiktherapien. Ein regelmäßiges Gedächtnistraining kann ebenso helfen, die fortschreitende Hirnleistungsminderung ein wenig aufzuhalten.

Vorbeugung

Filmstar Dennis Hopper (71) nannte kürzlich regelmäßigen Drogenkonsum als vorbeugendes Mittel gegen Alzheimer. Er rauche immer noch regelmäßig Marihuana, das schütze ihn u.a. vor einer Demenz. Diese wohl nicht ganz Ernst zu nehmende Aussage eines exzentrischen Schauspielers, dessen Lebenslauf sich wie ein Krimi liest, darf man natürlich nicht ernst nehmen.

Ernsthafte Vorbeugungsmaßnahmen jedoch sind nicht wirklich möglich, da man die Ursache der Alzheimer Erkrankung noch nicht erforschen konnte. Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder eine Schilddrüsen-Unterfunktion fördern z.B. Untersuchungen zufolge eine spätere Demenz. Ebenso frühere Kopfverletzungen und Alkohol- und Nikotinmissbrauch.  Außerdem sind angeblich 10 Prozent aller Alzheimer-Fälle genetisch bedingt. Somit erhöht eine Demenz-Erkrankung im familiären Vorfeld ebenso das Erkrankungsrisiko.

Pflege durch Angehörige überaus wichtig

Die Pflege eines an Alzheimer Erkrankten stellt eine hohe Belastung für dessen Angehörige dar. Eine liebevolle Umgebung ist aber für die Verzögerung des Krankheitsverlaufes überaus wichtig. Geduldiger und ruhiger Umgang hilft dem Patienten, mit seinen durch die Verwirrtheit ausgelösten Ängsten und seiner Unruhe fertig zu werden. Aggressionen, die der Patient zwischenzeitlich heraus lassen muss, dürfen nicht persönlich genommen werden. Außerdem können Angehörige dem betroffenen Familienmitglied bei der Verlangsamung seines Gedächtnisschwundes helfen, indem sie ihm laufend Fragen zum Alltag und zur Vergangenheit stellen und ihn somit fordern. Hier muss jedoch viel Geduld an den Tag gelegt werden. Überforderung ist dabei genauso schlecht wie geistige Unterforderung.
 
Zudem sollte für genügend Bewegung gesorgt sein, denn ein reger Körper belebt auch den Geist. Der Tagesablauf sollte jeden Tag derselbe sein. Verwirrende Situationen sollen vermieden werden.

Verschiedenste Selbsthilfegruppen helfen wiederum betroffenen Angehörigen bei der Bewältigung dieser schweren Aufgabe, einen geliebten Menschen beim fortschreitenden Verlust seiner Welt beobachten zu müssen.

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