Selbstliebe – Der positive Umgang mit sich selbst

Jeder Mensch hat das Bedürfnis (Selbstliebe) geliebt zu werden. Ob von den Eltern, dem Partner oder von Freunden – Zuneigung, Anerkennung und Liebe von anderen steigern nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern tragen auch zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Doch wer sich selbst nicht liebt und annimmt, wird sich auch von anderen schnell vernachlässigt und ungeliebt fühlen. Schon in der Bibel heißt es „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“.

Der richtige Weg?

In der heutigen Gesellschaft ist immer wieder zu beobachten, dass junge Menschen Idealen wie Sängern oder Mode-Ikonen nacheifern, anstatt ihren eigenen Weg zu gehen und sich selbst zu verwirklichen. Es wäre angebracht, man selbst zu sein und sich nicht für andere zu verändern beziehungsweise zu verstellen. Die eigenen Fähigkeiten sollten nicht übertrieben stark gefördert werden, damit andere zufrieden sind, sondern nur so weit, wie der jeweilige Mensch es aushält. Keiner ist perfekt – von daher sollte man sich selbst nicht überfordern oder schlecht fühlen, wenn einem Fehler unterlaufen oder man etwas nicht geschafft hat, das man sich vorgenommen hat. Oft werden persönliche Charaktereigenschaften dabei nicht angemessen geachtet und die eigenen Kräfte überschätzt. Jeder trägt für sich selbst die Verantwortung – und Verantwortung zu übernehmen macht stark!

Der Umgang mit sich selbst

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man mit sich selbst gut umgeht. Das bedeutet, nicht alles zu bejahen, sondern auch einmal „Nein!“ sagen zu können. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass man mit den „richtigen“ Menschen befreundet ist. Merkt man, dass man von gewissen „Freunden“ doch nur ausgenutzt oder vernachlässigt wird, wäre es besser, sich von diesen Menschen zu trennen, da durch solche Beziehungen im Endeffekt nur seelisches Leid entsteht. Wenige wahre Freunde sind immer noch besser als viele Bekanntschaften, die in schwierigen Situationen keinen Halt bieten und zu denen kein Vertrauen aufgebaut werden kann. Um sich also psychisch nicht allzu sehr zu belasten, ist es notwendig, Rücksicht auf sich selbst zu nehmen. So darf sich ruhig jeder guten Gewissens Ruhe gönnen oder etwas für sich selbst tun.

Fühlt man sich schlecht, ist es sehr vorteilhaft, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, anstatt alles „herunterzuschlucken“ und zu verdrängen. Niederschlagende Erlebnisse müssen verarbeitet werden. Möglichkeiten wären das Vertreten der eigenen Meinung, das Sprechen über die Gefühle oder das Ausdrücken der Gefühle in Form von Musik, Gesang oder durch das Schreiben von Geschichten und Gedichten.

Schritte zur Selbstliebe

Wer Probleme damit hat, sich selbst zu lieben und anzunehmen, kann dies schrittweise lernen, indem er/sie sich positiv mit sich selbst beschäftigt. Darunter versteht man, dass man Dinge tut, bei denen man sich gut fühlt, die Spaß machen oder auf die man stolz sein kann. Für einen Musiker wäre das zum Beispiel das Spielen eines Instrumentes oder das Einüben eines Gesangsstückes. Naturfreunde werden sich beim Sport, Wandern oder Bewegen an der frischen Luft wohl fühlen. Erfolgserlebnisse im Job und das Nachgehen der eigenen Hobbys sind ebenso wie das Kommunizieren mit anderen Menschen eine Wohltat für die Seele. Dingen nachgehen, die Freude bereiten, ist sehr wichtig, um eine positive Grundeinstellung zu bekommen und aus der Melancholie oder Antriebslosigkeit herauszukommen.

Selbstliebe hat keineswegs etwas mit Egoismus zu tun! Jeder einzelne Mensch ist etwas Besonderes, ein Individuum, welches wertvoll ist und es verdient hat, geliebt und anerkannt zu werden.

Artikel Bewertung

Ähnliche Beiträge zum Thema