Ernährungsirrtümer

Bildet Spinat nach wiederholtem Aufwärmen giftige Stoffe und enthält mehr Eisen als irdendein anderes Gemüse? Sind zu viele Eier ungesund, weil sie den Cholesterinspiegel massiv erhöhen? Diese und viele andere merkwürdigen Ernährungsweisheiten kursieren seit Generationen in vielen Haushalten. Aber wie viel davon stimmt wirklich?

Ein Irrtum, der aufgedeckt wurde, ist der hohe Eisengehalt von Spinat. Und das nur, weil das Komma an die falsche Stelle gesetzt wurde, ein Abschreibfehler mit Folgen also. Bei wem sich der Fehlerteufel eingeschlichen hat, ist heute nicht mehr nachweisbar, nur, dass der Schweizer Physiker Gustav von Bunge den Eisengehalt von Spinat untersuchte und sein Assistent offenbar die Kommastelle vertauschte. Somit enthält Spinat tatsächlich 3,5 Milligramm auf 100 Gramm Spinat und nicht 35 Gramm, wie fälschlicherweise lange Zeit angenommen wurde. Damit ist sein Gehalt an Eisen nicht höher als bei herkömmlichen Gemüse.

Pilze nicht wieder aufwärmen?

Generell sollten Speisepilze frisch zubereitet werden, denn sind sie verdorben, können sie in der Tat zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Dabei sind im Wald gesammelte Pilze anfälliger für Fäulnis als Zuchtpilze. Vor der Zubereitung sollte man sie demensprechend genau unter die Lupe nehmen. Pilze, die einmal gekocht wurden, können jedoch problemlos im Kühlschrank einen Tag lang aufbewahrt werden und sind auch aufgewärmt bei mindestens 70 Grad zu genießen. Bei Dosenpilzen gilt diese Regel allerdings nicht, da diese bei der Verarbeitung hoch erhitzt wurden.

Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Ganz ohne Cholesterin geht es nicht, denn es ist lebenswichtig. Zellmembranen und Nerven werden geschützt, außerdem ist dieser Stoff die Ausgangssubstanz von Gallensäure und diese benötigen wir zur Fettverdauung, für die Bildung von Hormonen und Vitamin D. Weiterhin hilft es gegen das Aufkeimen von Krankheiten, schützt die Haut und hat großen Einfluss auf unseren Gemütszustand.

Frisch statt tiefgekühlt

Tatsächlich ist frisches Gemüse vitaminreicher als tiefgekühltes. Liegen Rosenkohl, Spinat oder Karotten im Regal eines Supermarktes oder zu Hause, sinkt der Vitamingehalt beträchtlich.  Tiefgekühltes Gemüse jedoch wird meist nach der Ernte sofort schockgefrostet und behält alle wichtigen Vitamine, abgepackt in licht- und luftdichten Verpackungen gehen diese nicht verloren und bleiben bei fachgerechter Lagerung länger erhalten.

Salz fördert hohen Blutdruck

Salz ist lebenswichtig und nur bei salzempfindlichen Menschen bedrohlich. Ältere Menschen sollten daher immer darauf achten, genügend Salz mit der Nahrung aufzunehmen, da sie sonst depressiv und geistig weniger fit werden können.

Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Die harntreibende Wirkung von Kaffee ist bekannt, jedoch haben drei bis vier Tassen Kaffee täglich keinen negativen Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt im Körper eines Menschen. Es ist also nicht notwendig, die Flüssigkeit mit Wasser wieder auszugleichen. Generell liefert dieses Genussmittel sogar einen wichtigen Beitrag zur Wasserzufuhr im Organismus.

Essen für „Zwei“

Frauen, die in der Schwangerschaft für „Zwei“ essen, haben in der Regel nach der Geburt des Kindes massive Probleme, die überflüssigen Pfunde wieder los zu werden. Der Mehrbedarf liegt ab der 13. Schwangerschaftswoche bei ca. 250 Kcal pro Tag und dies entspricht lediglich einer Scheibe Vollkornbrot mit Käse und einem Glas Orangensaft. Weiterhin erhöht eine zu starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft das Risiko für Komplikationen  und eine erschwerte Geburt, auch Diabetes kann dadurch bei Mutter und Kind ausgelöst werden.

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