Genitalverstümmelung: So wird ein Leben ruiniert

In einigen Regionen der Erde gehört die so genannte „Beschneidung“ der Frau noch heute zu den gängigen Ritualen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen kleinen Eingriff, sondern um regelrechte Genitalverstümmelung. Unter den Folgen leiden die Frauen den Rest ihres Lebens.

Grausame „Beschneidung“

Die weibliche „Beschneidung“ gehört heute in vielen Glaubensgemeinschaften immer noch zu einem wichtigen Ritual. Es handelt sich jedoch um eine höchst blutige Angelegenheit, in der Regel werden bei der so genannten Beschneidung die Klitoris und die kleinen Schamlippen komplett entfernt. Hierbei wird also nicht nur beschnitten, sondern im wahrsten Wortsinn verstümmelt. Zudem wird hier die wohl sensibelste Körperregion der Frau überhaupt misshandelt – an den Folgen leidet die betroffene Person ein Leben lang.

Wer überlebt, leidet!

Die „Beschneidungen“ werden in der Regel ohne jede Betäubung und unter unhygienischen Bedingungen durchgeführt. Infektionen im Anschluss sind daher keine Seltenheit. Nicht einmal chirurgisches Besteck kommt zum Einsatz. Die Mittel der Wahl sind Messer, Rasierklingen oder sogar Glasscherben. Durch eben diesen rücksichtslosen Eingriff verbluten viele der jungen Frauen schon während der „Beschneidung“.

Die Frauen, die den Eingriff überleben, sind lebenslang eingeschränkt. Sie haben permanent Schmerzen beim Wasserlassen und auch während der Menstruation. Jeder Geschlechtsverkehr ist automatisch mit Schmerz verbunden. Ein besonderes Risiko stellt außerdem eine Geburt dar. Viele Schwangere sterben aufgrund ihrer Verstümmelung während der Niederkunft.

Lebenslange Qualen und Demütigungen

Der Ehemann selbst nimmt die „Beschneidung“ vor. Mit einem Messer hantiert er an seiner Frau herum, entfernt Schamlippen und Klitoris und zerstört in diesem Schritt auch innere Bereiche der Vagina. Nach dem „Ritual“ wird die Vagina zugenäht, lediglich eine kleine Öffnung bleibt zurück, damit Urin und die Regelblutung austreten können. Die Öffnung ist allerdings so klein, dass Wasserlassen nur mit großen Pressanstrengungen möglich ist. Die Folge sind regelmäßige Harnwegsinfektionen oder Erkrankungen der Nieren.

Problematisch wird vor allem eine Geburt. Durch die viel zu kleine Öffnung kann diese nicht stattfinden, die Frau wird daher unmittelbar vor der Niederkunft aufgeschnitten. Kurze Zeit nach der Geburt muss sie die nächste Folter über sich ergehen lassen, da dann die Vagina erneut zugenäht wird.

Auch Frauen in Europa betroffen

In Europa gilt diese „Beschneidung“ schon lange als Verletzung der Menschenrechte. Und dennoch sind auch in unseren Regionen tausende junger Mädchen akut von diesem Eingriff betroffen. Oftmals schon im Kindesalter wird mehr oder weniger geheim dieses Ritual auch im deutschsprachigen Raum durchgeführt.

Überall auf der Welt gilt diese Form der Folter als etwas ganz Besonderes, wohlgemerkt im positiven Sinne. Wo der positive Aspekt letzten Endes liegen soll, kann der gesunde Menschenverstand wohl kaum erfassen.

Fazit

Gegen derartige Rituale im außereuropäischen Raum kann der Einzelne kaum etwas ausrichten. Innerhalb Europas gilt die „Beschneidung“ jedoch als Verletzung des Menschrechts und als schwere Körperverletzung. Hinweise auf eine mögliche Beschneidung sollten daher den Behörden gemeldet werden.

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