Weihnachten in Korea

Kaum zu glauben, aber wahr. Korea ist das einzige asiatische Land, welches Weihnachten (hier der 25. Dezember) zum gesetzlichen Feiertag erklärte und das, obwohl sich nur 30% der Einwohner zum Christentum bekennen und seine Verbreitung erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts stattfand.

Der Stellenwert selber ist nicht sehr hoch

Der 25. Dezember ist zwar ein roter Tag in jedem koreanischen Kalender, die Schulen haben frei und gearbeitet wird kaum – mit Ausnahme von Restaurants, Dienstleister und Kaufhäuser. Diese haben den ganzen Tag geöffnet und die Inhaber machen einen überdurchschnittlich guten Umsatz. Dennoch sieht man hier, dass Weihnachten keinen so hohen Stellenwert besitzt wie z.B. das koreanische Neujahr, denn hier haben beinah alle Betriebe geschlossen. Nichtsdestotrotz hat Weihnachten in Korea Einzug gehalten und oft bezeichnet man das Weihnachtsfest als „Christmas“. Die koreanischen Christen nennen es allerdings „Gidok-Tansinil“ (Der Geburtstag des Christentums).

Der Westen prägt die koreanische Weihnacht

Dank der immer mehr wachsenden westlichen Einflüsse auf Korea lehnt sich die Weihnachtsdekoration vor allen an die amerikanische Weihnacht an. Als Weihnachtsmann verkleidete Kellner, Bardamen mit Rentiergeweihen auf dem Kopf und „Santa Harabeoji (Santa Claus)“ machen die koreanische Weihnacht zu einer unverkennbaren Mischung. Im Radio laufen klassische westliche Weihnachtslieder, natürlich in der modernen koreanischen Form oder als verpoppte Technomusik und berieseln nicht nur die Einheimischen, sondern auch jeden Gast und Touristen.

Weihnachtsfeiern in Restaurants

Vor allem große Restaurants sind Trendsetter: Denn kurz vor Heilig Abend wird es richtig gemütlich bei den koreanischen Weihnachtsfeiern. Der „Nussknacker“ steht hier genauso auf dem Programm, wie „A Christmas Carol“ oder die „Wiener Sängerknaben“. Fast fühlt man sich heimisch und das in einer Welt, welche der westlichen so fremd ist. Romantisch schön ist ein Essen im besten Restaurant der Stadt und gerade am 24. Dezember lassen sich die Koreaner von der westlichen Weihnachtstradition nach allen Sinnen der Kunst verführen und verwöhnen.

Ab zur traditionellen Christmette

Auch wenn Nichtchristen den Heiligen Abend ziemlich mondän feiern und am 25.12. lediglich die müden Beine von der Arbeit ausruhen, begehen die koreanischen Christen das „Fest der Liebe“ in all seinen Details. Nach der Kirche besuchen die jungen Leute gerne Krankenhäuser und ältere Leute und singen Weihnachtslieder. Am 25. Dezember trifft man sich zu einem festlichen Essen mit Freunden und der Familie. Viele Bäckereien in Korea stehen den weihnachtlichen Leckereien hierzulande in nichts nach. So findet der Koreaner natürlich einen wunderschönen Weihnachtskuchen für den Abschluss des Weihnachtfestes.

Fazit

Korea ist und bleibt ein Land voller Geheimnisse. Dennoch oder gerade deshalb darf man ab und zu in das Herz dieser Welt blicken und gerade zu Weihnachten lohnt sich ein Besuch bei diesen besonders liebeswerten und offenen Menschen!

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