Rechtsanwälte für Strafrecht und Zivilrecht

Im Gegensatz zum Zivilrecht gehört das Strafrecht (Rechtsanwälte) zum öffentlichen Recht. Während sich der Staat bei zivilrechtlichen Angelegenheiten neutral verhält, ist seine Rolle im öffentlichen Recht aktiv. Dies erkennt man u.a. an der Person des Staatsanwaltes, der bei strafrechtlichen Verfahren den Staat vertritt und Anklage erhebt. Auf der Seite des Angeklagten steht dann als unabhängiges Organ der Rechtspflege der Rechtsanwalt, der die Interessen seines Mandanten gegenüber der Anklage vertritt.

Aber auch das Opfer einer Straftat hat unter gewissen Umständen das Recht sich zur Wahrung seiner Interessen als Nebenkläger einen Rechtsanwalt zu nehmen. Wir unterscheiden zwischen dem materiellen und dem formellen Strafrecht. Zum materiellen Strafrecht gehört das Strafgesetzbuch (StGB), aber auch die zahlreiche Strafnebengesetze wie beispielsweise das Betäubungsmittelgesetz oder das Waffengesetz. Aus dem materiellen Strafrecht kann man erkennen welche Taten (Verbrechen oder Vergehen) bei Vorliegen des Tatbestandes in welcher Höhe bestraft werden.

So liegt beispielsweise die Strafe für einen Diebstahl (§ 242 StGB) bei einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder bei einer Geldstrafe. Insbesondere das Strafmaß ist der Punkt über den Rechtsanwälte und Staatsanwälte sehr häufig unterschiedlicher Meinung sind. Das formelle Strafrecht regelt den Ablauf (Wie) eines Strafverfahrens. Die wesentlichen Regelungen hierfür finden sich in der Strafprozessordnung.(StPO). Hier ist geregelt ab wann gegen eine Person (Beschuldigter) ein Strafverfahren eingeleitet werden kann und ab wann Anklage erhoben werden darf.

Auch sind hier die konkreten Voraussetzungen für Eingriffsmaßnahmen (z.B. Hausdurchsuchung) der Staatsanwaltschaft / Polizei in die Rechte Dritter festgelegt. Hier fällt dem Rechtsanwalt, der die Einhaltung der entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen und Formvorschriften im Sinne seines Mandanten überwacht, eine wichtige Rolle zu. Auch Ablauf und Vorschriften für die eigentliche Gerichtsverhandlung (Hauptverhandlung) sind im formellen Strafrecht geregelt. Hierzu gehört auch die Möglichkeit des Rechtsanwaltes Rechtsmittel (Widerspruch) gegen ein Urteil einzulegen.

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