Wie man sich bettet – Matratzen

Wie man sich bettet, so liegt man, heißt es in einem Lied von Bertolt Brecht. Diese Aussage – wenn auch aus ihrem Zusammenhang gerissen – hat vor allem beim Matratzenkauf immense Bedeutung. Wie viele Menschen haben Rückenschmerzen, weil sie ihre Nächte auf zu harten oder zu weichen Matratzen verbringen. Doch wie findet man für sich die beste Matratze?

Rückenprobleme plagen die Menschheit

Falsches Sitzen, zuwenig Bewegung und dann noch eine falsche Matratze im Bett – Kreuz, was willst Du mehr? Kein Wunder, dass ein Großteil der Menschheit mit Rückenschmerzen aufsteht und schlafen geht… Doch die Wahl der richtigen Matratze ist nicht ganz so einfach. Kein Mensch ist wie der andere – und genauso individuell reagiert sein Rücken auf die verschiedensten Matratzenarten. Neben dem Härtegrad (1 = weich, 2 = mittel, 3 = hart) spielen vor allem die Eigenschaften der Matratzenmaterialien eine große Rolle, ob man sich in seinem Bett wohl fühlt, oder nicht.

Hier ein grober Überblick über verschiedene Matratzenarten:

Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen aus Synthese- und Naturlatex und gewinnen vor allem durch ihre Staubfreiheit und Hygiene. Die Matratze passt sich durch die hohe Punktelastizität gut an die Körperform und den Lattenrost an, ist aber recht sperrig in der Handhabung aufgrund ihres hohen Gewichts.

Federkernmatratzen

Federkernmatratzen beinhalten Metallfedern, die z.B. von Schaumstoff, Rosshaar oder Baumwolle ummantelt sind. Es gibt verschiedene Arten von Federkernmatratzen: z.B. Taschenfederkernmatratzen, Endlosfederkernmatratzen und Bonell-Federkern-Matratzen. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung und im Preis. Federkernmatratzen sind sehr atmungsaktiv und bestechen durch ihre günstigen Preis, jedoch fehlt es ihnen an Punktelastizität und der hohe Metallanteil in der Matratze wird hinsichtlich Magnetfeld, Elektrosmog und damit verbundenen Schlafstörungen bemängelt.

Woll- und Rosshaarmatratzen

Matratzen mit Naturfaserfüllungen wie z.B. Woll-, Rosshaar-, Stroh-, Kokosfasern- und Schurwolle sind recht harte Schlafunterlagen, bedürfen ständiger Auslüftung und haben dennoch eine relativ kurze Lebensdauer. Ihre Umweltfreundlichkeit und Atmungsaktivität sind die großen Vorteile dieser Naturmatratzen.

Schaumstoffmatratzen

Schaumstoffmatratzen passen sich aufgrund ihres weichen Materials sehr gut dem Körper an und nehmen auch Flüssigkeit auf. Da reine Schaumstoffmatratzen nach einiger Zeit zur Muldenbildung neigen, wurden viscoelastische Schaumstoffmatratzen entwickelt, deren elastisches Material den Körper besser stützen vermag. Kaltschaummatratzen wiederum passen sich der Körperform ebenso sehr gut an und haben eine lange Lebensdauer, sind jedoch leicht entflammbar. Einfache Schaumstoffmatratzen sind recht preiswert (außer Visco-Matratzen und andere spezielle allergikerfreundlichere Sorten), sind aber Allergikern eher nicht zu empfehlen.

Allgemeines

Auf der Suche nach der richtigen Matratze kommt man schnell bei all den Anpreisungen der verschiedensten Matratzenarten ins Trudeln. Die beste Methode, sich einen Überblick zu verschaffen, ist, in einem Einrichtungshaus einen ausführlichen Matratzenliegetest durchzuführen. Lassen Sie Ihren Rücken sprechen – er sagt Ihnen sofort, was ihm gut tut!

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