Barrierefreiheit für Menschen mit einer Behinderung

Unter dem Begriff „Barrierefreiheit“ ist grundsätzlich zu verstehen, dass die Gestaltung von Gegenständen oder Einrichtungen so erfolgt, dass diese von jedem Menschen genutzt werden können. Dabei müssen natürlich vorhandene Behinderungen berücksichtigt werden. Dies ist besonders in Bezug auf eine immer älter werdende Gesellschaft von Bedeutung. Zu den Einrichtungen und Gegenständen, in denen Barrierefreiheit herzustellen ist, zählen vor allem: bauliche Anlagen, der kulturelle Sektor, das Internet (Sehprobleme), öffentliche Verkehrsmittel oder Reisen.

So gibt es Reiseveranstalter, die sich auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen spezialisiert haben. Sie vermitteln etwa den Kontakt zu örtlichen Pflegediensten. Im Rahmen des WCM (Web Content Management) spielt die Barrierefreiheit oder auch Accessability genannt, ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei der Gestaltung von Websites mit einem CMS (Content Management System) sollte darauf geachtet werden, das jedem Benutzer, auch trotz einer Behinderung (Sehschwäche, etc.), der Zugang zu den Seiteninhalten ermöglicht wird. Um eine Website barrierefrei zu gestalten, gibt es z.B. die Möglichkeit, den Benutzer die Schriftgröße auswählen zu lassen, damit z.B. Meldungen in den News eines Portals gelesen werden können, Texte zur Beschreibung von Grafiken einzusetzen, auf die Farbkombination zu achten (Epilepsie), durch einfache Navigation oder Webseiten klar und übersichtlich aufzubauen.

Auch bei öffentlichen Gebäuden, wie etwa dem Rathaus muss auf Brrierefreiheit geachtet werden. Beispielsweise sollte vor Türen eine große Bewegungsfläche vorhanden sein. Auf die Anwendung von Türschwellen sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Auch Flure und Wege sollten eine ausreichende Bewegungsfläche aufweisen, und Fluchtwege sollten durch eine Beleuchtung angezeigt werde. Um in öffentlichen Gebäuden zur besseren Orientierung beizutragen, empfiehlt sich die Verwendung von Hell-Dunkel-Kontrasten, großen Schriftzeichen, verschieden strukturierte Oberflächen und blendfreier Anwendung von Licht. Um behinderten Menschen die Benutzung von Treppen zu erleichtern, sollten an beiden Seiten Handläufe sein. Bewegungsfläche zwischen Treppenaufgängen und Treppenabgängen sollten die Breite von 150 cm nicht unterschreiten. Anfang und Ende des Treppenlaufs werden etwa durch an den Läufen angebrachte durch Berührung erkennbare Hilfen angekündigt. Es ist für eine ausreichende Beleuchtung zu sorgen. Die Unterscheidung von Stufengrößen ist zu vermeiden.

Bei öffentlichen Verkehrsmitteln, sind jeweils breitere Strassenbahn- oder U-Bahn-Türen, damit auch Rollstühle oder Kinderwägen durchpassen.

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