Depressionen: Wenn die Seele krank wird

Vor allem in den letzten Jahren hört man immer öfter von Depressionen. Tatsächlich leidet mittlerweile jeder fünfte Erwachsene an mehr oder weniger starken Depressionen. Aber was hat es eigentlich mit dieser Krankheit auf sich?

Woran lässt sich eine Depression erkennen?

Eine echte Depression zu erkennen, ist gewiss nicht einfach. Stimmungsschwankungen sind normal und Trauer – beispielsweise nach einem Todesfall – durchaus gewöhnlich. Auch viele Menschen, die in den Wintermonaten über ein gestörtes Wohlbefinden klagen, sind nicht zwangsläufig von einer Depression betroffen.

Scheint betroffenen Menschen jedoch der gesamte Alltag als Überforderung, fehlt der Antrieb für jede Beschäftigung und erscheint die gesamte Umwelt grau und freudlos, kann das der erste Hinweis auf eine echte Depression sein.

Weitere Folgen einer Depression

Liegt eine Depression vor, so wird das allgemeine Empfinden des Betroffenen sehr negativ. Grundsätzlich werden alle Umstände und Abläufe pessimistisch gesehen und frohe Botschaften kritisch hinterfragt. Viele Betroffene leiden zudem unter Angstzuständen und machen sich selbst oft haltlose Vorwürfe für bestimmte Entwicklungen. Durch diese ständige Belastung schwindet zunehmend die Konzentrationsfähigkeit und selbst leichte Entscheidungen können zum echten Problemfall werden.

Wie kann geholfen werden?

Selbsthilfe ist bei einer echten Depression kaum möglich. Hat der Betroffene erkannt, dass er krank ist, so sollte er schnellstmöglich die Hilfe eines Experten in Anspruch nehmen. Depressionen sind grundsätzlich sehr gut behandelbar, die Form der Behandlung hängt allerdings vom persönlichen Krankheitsbild des Einzelnen ab. Neben einer gründlichen Ursachenforschung kommen hier oft Gesprächstherapien in Einzel- oder Gruppenform zum Einsatz. Ergänzend können depressive Verstimmungen auch medikamentös behandelt werden. Entscheidend ist dennoch die Ursachenforschung, um das Risiko einer erneuten Krankheit zu minimieren.

Fazit

Die Depression hat sich mittlerweile zu einer echten Volkskrankheit gemausert. Sicher tragen das veränderte Verständnis und die Anerkennung der Depression als Krankheit wesentlich dazu bei. Wer eine Depression an sich erkennt, hat gute Chancen, diese zu heilen. Durch verschiedene Therapiemuster lassen sich heute hervorragende Therapieergebnisse erzielen. Der Weg zum Fachmann ist allerdings unerlässlich.

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