Herbstdepression – Wieso die kühlere Jahreszeit aufs Gemüt schlägt

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, der Herbst (Herbstdepression) klopft leise an die Türen. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Für all jene, die am sogenannten „Herbstblues“ leiden –  unter den Experten auch als „saisonal abhängige Depression (SAD) bekannt – beginnt eine Zeit der Trübsal. Besonders davon betroffen sind Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren. In Mitteleuropa sind mittlerweile 20% von SAD betroffen, rund 5% davon leiden sogar an einer schweren Form der Herbstdepression.

Symptome und Ursachen

Die häufigsten Symptome von SAD sind: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Heißhunger auf Süßes und Kohlehydrate. Ursache für diese Erscheinungen ist der Mangel an Licht sowie die kälteren Temperaturen. Licht wirkt sich auf die Produktion von Hormonen im Körper aus. So werden z.B. unter Einfluss von Licht Endorphine – auch als Glückshormone bekannt – gebildet und der Nervenbotenstoff Serotonin ausgeschüttet, der die Stimmung aufhellt. Bei Mangel an Licht kann es zu entsprechenden Mangelerscheinungen im Körper kommen. Somit ist Licht und Sonne für den menschlichen Körper sehr wichtig. Jemand der an SAD leidet, sollte sich jedoch keineswegs kampflos zurückziehen.

Was man gegen die Herbstdepression tun kann

Wenn man zu den Menschen gehört, die in den ersten kühleren Spätsommertagen bereits dem Sommer hinterher trauern und der kalten Jahreszeit mit Unbehagen entgegen sehen, sollte man sich ganz bewusst mit den positiven Seiten der kommenden Monate beschäftigen. Jede Jahreszeit hat seinen Reiz. Wieso den wunderschönen, bunten Herbst nicht mit der Familie oder Freunden beim gemeinsamen Drachensteigen, Sammeln von bunten Blättern oder Kastanien und Basteln verbringen?

Eine andere Möglichkeit der Herbstdepression zu entfliehen wäre, seinen Partner mit einem wohltuenden Wellness-Wochenende zu überraschen. Sind die finanziellen Mittel begrenzt, kann man es sich auch zu Hause in der Badewanne mit Zusätzen aus Orangen, Mandarine oder Zimt gemütlich machen. Sehr empfehlenswert sind auch regelmäßige Spaziergänge in freier Natur. Diese sollen bessere Wirkung zeigen als so manche Medikamente. Aber auch die richtige Ernährung ist wichtig. Buntes, frisches Obst und Gemüse heben die Stimmung.

Fazit

Nicht jeder freut sich auf die kühlere Jahreszeit. Wenn man als betroffene Person unter der Herbstdepression leidet, muss man lernen, seine eigenen Grenzen anzuerkennen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um dagegen anzukämpfen. Ist man allerdings nicht imstande, sich selbst aus diesem Stimmungssumpf zu ziehen, sollte man den Mut aufbringen, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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