Tattoos tätowieren: Kunst, die unter die Haut geht

Seefahrer, Exhäftlinge und Rockerbanden sind ohne Zweifel die Personengruppen, die man bis vor gar nicht all zu langer Zeit mit dem Tragen von Tätowierungen assoziierte. Der Blick in die Zeitung verrät jedoch, dass sich Tattoos mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten etabliert haben. In fast jeder Personengruppe werden sie getragen und haben meist sogar Kultstatus, bezeugen sie doch die Schmerzresistenz, die Härte ihrer Träger. Auch, wenn sich das Image der bunten Hautbilder grundlegend geändert hat, gilt es einige Dinge zu beachten, bevor man sich unter die Nadel begibt.

Gründe für ein Tattoo

Während die Wurzeln der heutigen Tätowierungen bei den Ureinwohnern in Übersee liegen und sie dort eher Religiosität oder Stammeszugehörigkeit bekundeten, sind die Gründe heute andere, sich stechen zu lassen. Mittlerweile gilt das Tattoo als individueller Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und spiegelt zumeist auch ein Stück Lebensphilosophie des Tragenden wieder. So finden sinnträchtige, meist asiatische Schriftzeichen oder auch bedeutungsvolle Symbole und Figuren immer öfter den Weg und ihren Platz zu den verschiedensten Körperregionen. Folglich hat sich das Tätowieren zu einer regelrechten Kunst entwickelt und unterliegt auch einer steten Weiterentwicklung.

Tattoo-Wunsch? Das ist zu bedenken:

Wer sich für ein echtes Tattoo entscheidet, muss sich klar darüber sein, dass er eine Entscheidung fürs Leben fällt. Deshalb sind Motive und deren Platzierung besonders behutsam auszuwählen. Wer möchte schon im Alter ein chinesisches Schriftzeichen im Ausschnitt tragen? Hat man sich also versichert, ob, wo und welches Tattoo es sein soll, ist es von großer Wichtigkeit, einen Profi aufzusuchen. Man muss bedenken, dass beim Tätowieren Farbe in die unteren Hautschichten gestochen wird. Dieses sollte nur von ausgebildeten Tätowierern in absolut hygienischer Umgebung vorgenommen werden. Während in Deutschland keine einschlägige Ausbildung zur Ausübung des Tätowierens vorgeschrieben ist, muss man in Österreich eine vierteilige Prüfung ablegen. Das macht in Deutschland die Suche nach erfahrenen Profis schwierig.

Nicht nur bei der Motivauswahl: Bauchgefühl entscheiden lassen

Da Tattoos lebenslange Eindrücke hinterlassen, sollten sich Interessierte bei der Suche nach dem richtigen Tattoo-Studio von ihrem Bauchgefühl leiten lassen. Dabei sollten folgende Fragestellungen besonders im Vordergrund stehen: Werde ich richtig, eingehend und auch verständlich beraten, beispielsweise auch über die Risiken? Fühle ich mich in der Umgebung wohl? Würde ich die Räumlichkeiten als hygienisch rein bezeichnen? Und letztlich: Stimmt die Chemie zwischen dem Tätowierer und mir?

Preis spielt eine Nebenrolle

Da der Markt rund um die dauerhafte Körperbemalung umkämpft ist, sind große Preisunterschiede zwischen verschiedenen Studios nicht selten. Diese sagen allerdings nichts über die Qualität der Arbeiten aus. Wichtig ist, dass man sich seiner Entscheidung zur Hautkunst sicher ist und sich in den Händen des ausführenden Stechers wohlfühlt. Mit dem passenden und wohlausgesuchten Motiv wird man dann sicher Freude am Ergebnis haben – und zwar ein Leben lang.

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